Nächstes Mercedes-Doppel in China

Lewis Hamilton siegte vor Teamkollege Valtteri Bottas beim Grand Prix von China und sorgte so für den dritten Doppelsieg der Silbernen im dritten Saisonrennen. Ferrari-Pilot Sebastian Vettel wurde abgeschlagener Dritter

Eigentlich dachten alle im Fahrerlager, Ferrari hätte in Bahrain wieder den Speed von den Testfahrten vor Saisonbeginn gefunden. Und man hoffte wieder auf ein spannendes Duell zwischen Rot und Silber wie auf der arabischen Insel. Doch weit gefehlt. Beim 1.000 Grand Prix der Formel 1 Geschichte dominierte Mercedes das Geschehen nach Belieben. Valtteri Bottas holte sich seine erste Pole des Jahres, musste sich im Rennen aber seinem Teamkollegen Lewis Hamilton geschlagen geben. Anders als in Bahrain profitierte Hamilton nicht von einem Defekt des Gegners, sondern schnappte sich am Start die Führung und brachte diese überlegen ins Ziel. „Dass wir hier so souverän Erster und Zweiter werden und noch dazu beim 1.000. Rennen, das ist großartig“, so Hamilton, der allerdings gleich warnte: „Es geht trotzdem eng zu. In Baku kann alles wieder anders sein.“ Bottas komplettierte zwar erneut den Doppelerfolg, hatte aber zum zweiten Mal in Serie nicht annähernd die Pace des Stallkollegen. „Ich habe das Rennen am Start verloren, das ist ganz einfach“, so der Finne.

Rot ohne Siegchance

Auch wenn sich Sebastian Vettel als Dritter das erste Stockerl der Saison sichern konnte, war der Respektabstand des Deutschen deutlich. Und dies obwohl ihm die Ferrari Box, wie auch schon in Australien, mit einer Stallorder zur Hilfe kam. Charles Leclerc, der moralische Sieger von Bahrain, musste Vettel passieren lassen, da dieser angeblich schneller war. „Wir wollten alles versuchen, um Mercedes irgendwie einzuholen. Und Sebastian zeigte zu diesem Moment die besseren Rundenzeiten, daher tauschten wir die Positionen“, so Neo-Teamchef Mattia Binotto. „Ich bin glücklich, auf dem Podium zu sein. Es war aber hart. Wir haben versucht dranzubleiben, aber es ging einfach nicht“, sagte Vettel. Leclerc verlor hinter Vettel aber Zeit und durch den Undercut von Max Verstappen auch Platz 4 an den Red Bull Piloten. In der Schlussphase klagte der Monegasse auch noch über Getriebeprobleme.

Red Bull im Aufwind

Um den Sieg konnten die Bullen in Shanghai nicht kämpfen, aber der Rückstand zu Ferrari ist deutlich kleiner geworden. „Rang 4 von Verstappen war gut und auch Pierre (Gasly) kommt langsam in die Gänge“, so Motorsport Direktor Helmut Marko. Gasly fand sich diesmal klar besser mit seinem neuen Dienstwagen zurecht und holte nicht nur Platz 6, sondern auch den Extrapunkt für die schnellste Rennrunde. Damit lässt der junge Franzose wohl auch die zahlreichen Kritiker verstummen, die ihn schon beim Europa-Auftakt in Spanien nicht mehr im Red Bull Cockpit sahen. „Mein Gefühl im neuen Wagen wird von Rennen zu Rennen besser. Natürlich gibt es noch einige Dinge, die ich verbessen muss, aber es wird,“ freute sich Gasly.

Überlegenheit untermauert

Mercedes kann sich nach drei Saisonrennen auf die Schulter klopfen und loben, alles richtig gemacht zu haben. Hamilton liegt in der WM sechs Punkte vor Bottas, Vettel ist bereits 31 Zähler zurück. In der Konstrukteurswertung hat man mit 130 Punkten fast doppelt so viele wie Ferrari (73). Dabei hatte man weder in Australien, noch in Bahrain das schnellste Fahrzeug. Weiter geht’s in zwei Wochen in Aserbaidschan.

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1 Comment

  1. sportlive.at on 14. April 2019 at 16:27

    […] Eigentlich dachten alle im Fahrerlager, Ferrari hätte in Bahrain wieder den Speed von den Testfahrten vor Saisonbeginn gefunden. Und man hoffte wieder auf ein spannendes Duell zwischen Rot und Silber wie auf der arabischen Insel. Doch weit gefehlt. Beim 1.000 Grand Prix der Formel 1 Geschichte dominierte Mercedes das Geschehen nach Belieben. Valtteri Bottas holte sich seine erste Pole des Jahres, musste sich im Rennen aber seinem Teamkollegen Lewis Hamilton geschlagen geben. Anders als in Bahrain profitierte Hamilton nicht von einem Defekt des Gegners, sondern schnappte sich am Start die Führung und brachte diese überlegen ins Ziel. „Dass wir hier so souverän Erster und Zweiter werden und noch dazu beim 1.000. Rennen, das ist großartig“, so Hamilton, der allerdings gleich warnte: „Es geht trotzdem eng zu. In Baku kann alles wieder anders sein.“ Bottas komplettierte zwar erneut den Doppelerfolg, hatte aber zum zweiten Mal in Serie nicht annähernd die Pace des Stallkollegen. „Ich habe das Rennen am Start verloren, das ist ganz einfach“, so der Finne. Mehr auf formelaustria.at […]