Fred Vasseur spielte die Kontroversen zwischen seinen Fahrern und im Team nach dem Monza Rennen herunter.
Das Rennen war ein Desaster für Ferrari – zunächst touchierten Leclerc und Hamilton in Kurve 1, dann flog der Monegasse in der Parabolica heftig ab, und Hamilton wurde in der VSC Phase nicht zum Reifenwechsel reingeholt.
„Ich bin etwas zu streng mit uns selbst, was die Umsetzung angeht. Wir haben in dieser Saison viele Punkte durch Fehler in der Umsetzung verloren, aber wahrscheinlich weniger als unsere Konkurrenten. Es ist eine neue Saison, alles ist neu. Die Reifen sind neu und die Strategie ist schwieriger,“ sieht der Franzose die Situation nicht so dramatisch.
Was den Umgang zwischen Hamilton und Leclerc betriftt, meinte Vasseur: „Wir müssen mit beiden Fahrern sprechen, um die Situation zu klären. Es war wirklich schade, was passiert ist. Nach der ersten Kurve nur auf Platz acht zu liegen, ist alles andere als optimal.“
Von einer Anweisung von Außen wollte der Ferrari Teamchef nichts hören: „Teamorder? Letztendlich müssen wir den Vorfall analysieren.“
Viel mehr will sich Vasseur auf die Weiterentwicklung des Wagens und dem Ausmerzen der Probleme fokussieren.
„In der Entwicklung herrscht viel mehr Trägheit, das heißt, es ist ein Prozess aus kleinen Schritten und wird lange dauern. Aber ein kleiner Schritt ist wichtig, wenn man sieht, wie eng das Feld beieinander liegt. Manchmal macht eine Hundertstelsekunde einen riesigen Unterschied.“
„Zuverlässigkeit ist sicherlich für alle ein Problem. Wir müssen ruhig bleiben. Wir haben den Rückstand auf den Mercedes-Motor noch lange nicht aufgeholt, wir sind noch weit davon entfernt.“
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