Audi F1 fordert Bestrafung von Tsunoda in Monza

Audi legt Einspruch gegen FIA-Entscheidung ein, Yuki Tsunoda beim Großen Preis von Italien nicht zu bestrafen

Das Audi Revolut F1 Team hat angekündigt, gegen die Entscheidung der FIA, Tsunoda in Monza nicht zu bestrafen, Berufung einzulegen.

Der Japaner entging einer Strafe, nachdem seine Startposition beim Neustart des turbulenten Rennens am Sonntag untersucht worden war. Charles Leclercs schwerer Unfall hatte eine rote Flagge ausgelöst und der Visa Cash App RB Pilot hatte offenbar seine Startposition verlassen, woraufhin die Rennleitung aufgrund der Situation eine zusätzliche Einführungsrunde vor dem Restart einleitete.

Die FIA-Rennkommissare ergriffen jedoch keine weiteren Maßnahmen, nachdem sie Tsunoda wegen des „angeblichen Verstoßes gegen Artikel B5.9.4 des FIA-Formel-1-Reglements – Startprozedurverstoß um 15:41 Uhr“ untersucht hatten.

Sie kamen zu dem Schluss, dass Tsunoda sich letztendlich nicht in einer Fehlstartposition befand und seine Aktionen keine Auswirkungen auf andere Fahrer hatten. Die zusätzliche Einführungsrunde wurde nicht als direkte Folge von Tsunodas Handeln angesehen.

Nachdem Tsunoda aber als Zehnter dank des FIA-Urteils Racing Bulls einen Punkt sicherte, kündigte Audi nun eine Berufung an, Das Team hat nun 96 Stunden Zeit, um über das weitere Vorgehen zu entscheiden.

„Nach dem Großen Preis von Italien äußerten wir Bedenken hinsichtlich der Anwendung von Artikel B5.9.4, der vorschreibt, dass ein Fahrer, der eine zusätzliche Einführungsrunde verursacht, in die Boxengasse fahren und das Rennen von dort aus fortsetzen muss“, hieß es in einer Stellungnahme von Audi.

„Die Rennleitung entschied, keine weiteren Maßnahmen zu ergreifen, und wir haben unsere Absicht, Berufung einzulegen, angekündigt. Da die Angelegenheit nun Gegenstand des FIA-Berufungsverfahrens ist, werden wir uns zum jetzigen Zeitpunkt nicht weiter dazu äußern.“

Audi würde von einer möglichen Strafe für Tsunoda profitieren, da er wahrscheinlich hinter Gabriel Bortoleto und Nico Hülkenberg zurückgefallen wäre. Bortoleto wäre somit auf Platz 10 vorgerückt und hätte dem deutschen Hersteller einen Punkt eingebracht.

Audi liegt aktuell mit 16 Punkten auf dem achten Platz der Konstrukteurs-WM, fünf Punkte hinter Haas und fünf Punkte vor Williams. Racing Bulls ist durch Tsunodas Top-10-Platzierung in Monza mit nun 75 Punkten Fünfter.

 

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