Ralf Schumacher bezweifelt, dass Max Verstappens Rücktrittdrohungen nur heiße Luft wären.
„Ich traue ihm zu, dass er aufhört, wenn das eskaliert. Er ist unabhängig, hat genug Geld und schon oft gesagt, dass er nicht ewig in der Formel 1 fahren wird. Deshalb würde ich das nicht ausschließen.“, meint Schumacher. „Es ist ein schwieriges Jahr für ihn. Die teaminternen Querelen um Christian Horner, der Newey-Abgang, das Auto ist schlecht, die WM gleitet ihm etwas aus den Händen, da kommt einfach viel zusammen.“
Auch FIA-Boss Mohammed bin Sulayem trägt seinen Teil zum Problem bei, wie Schumacher findet. „Er ist kommunikativ ungefähr so gut wie unser Kanzler Olaf Scholz. Denn wenn ich so etwas mache, dann muss ich auch die Fahrer abholen. Dann gehe ich zur Fahrergewerkschaft oder ins Driver Meeting und erkläre, wieso, weshalb, warum. Aber Max dann so vorzuführen und zu bestrafen, wenn es auch eine Verwarnung getan hätte…“, findet der Deutsche. „Er sucht die Öffentlichkeit, wo er nur kann und macht eine unglückliche Figur.“
Trotzdem sollte der Niederländer die Strafe annehmen und „aus der Not eine Tugend machen, sich sein Herzensprojekt aussuchen und so auch noch einer guten Sache helfen, indem er sie unterstützt. Dann ist die Kuh vom Eis. Er braucht seine volle Konzentration im Auto und im WM-Kampf, da würde alles andere nur ablenken.“
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