Flavio Briatore hat nachdem die FIA-Urteil seinem Fahrer P3 weggenommen hat, schwere Vorwürfe gegen einen Richter des Berufungsgerichts erhoben. Andrea Stella wehrte sich.
Am Freitagnachmittag gab FIA bekannt, dass Pierre Gasly seinen Podiumsplatz von Monaco verliert, weil die Zeitstrafe gegen ihn wieder installiert wird.
Alpine F1 Team Chef Briatore war „not amused“ und holte zum Rundumschlag gegen das Gericht und McLaren aus.
„Wir haben das Urteil akzeptiert, aber es war sehr komisch. Es gab vier Richter in diesem Panel. Einer davon hat sich wie ein Chefankläger verhalten. Das Problem ist, dass er eine starke Verbindung zu McLaren hat.“
„Wir haben hier ein schönes Bild von diesem jungen Mann bei einer McLaren-Veranstaltung aus dem Jahr 2018 in Beverly Hills für eine Stiftung. McLaren hat da zwei oder drei Autos gespendet. Daher war es recht unfair mit dieser Verbindung, dass er uns dann auch angeklagt hat“, schimpfte der Italiener.
Der ebenfalls bei der Pressekonferenz anwesende Andrea Stella konterte seinem Landsmann.
„Ich finde, dass diese PK in eine sehr beleidigende Richtung geht für McLaren und für den Ruf eines Teams, das sehr viel Respekt verdient.“
„Wenn irgendjemand solche Vorwürfe erhebt, die doch sehr ernsthaft scheinen, dann müssen sie dafür die Verantwortung tragen für das, was sie in die Öffentlichkeit bringen.“
Stella unterstrich, dass „die Anhörung des internationalen Berufungsgerichts und diese Entscheidung unter den höchsten Standards durchgeführt wurden. Das sollte nicht infrage gestellt werden, wie es gerade getan wurde.“
McLaren hatte gemeinsam mit Oracle Red Bull Racing Berufung gegen das ursprüngliche Monaco-Ergebnis eingelegt, und bekam nun Recht.
Ferrari F1 Boss Fred Vasseur, der zwischen den beiden auf der Couch saß, versuchte vergeblich zu schlichten.
Die FIA hat angekündigt gegen Briatore eine Untersuchung einzuleiten.
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