Di Montezemolo: „Vasseur muss mehr unterstützt werden“

Luca Di Montezemolo hat sich in die Funksprüche der Ferrari-Fahrer zur Stallorder in Zandvoort eingeschaltet.

Der ehemalige Ferrari Präsident sieht nicht Teamchef Fred Vasseur in der Verantwortung, sondern die Ferrari-Führungsetage, die ihn nicht ausreichend unterstützt.

„Nach dem letzten Rennen in den Niederlanden hörte ich Kritik an Fred Vasseur, weil er keine Teamorder für Hamilton und Leclerc erteilt hatte. Doch abgesehen von dieser Episode sollten wir uns alle fragen, mit wem der französische Teamchef innerhalb des Unternehmens verhandeln kann.“

Di Montezemolo erinnert sich an frühere Diskussionen um die Stallorder, wie etwas beim Österreich Grand Prix 2002 als Jean Todt Nummer 2 Fahrer Rubens Barrichello mit dem berühmten Funkspruch „Let Michael pass for the championship“ zum Platztausch mit dem Deutschen aufforderte.

„Ich will nicht nostalgisch klingen, aber ich erinnere mich, dass sich der Brasilianer heftig beschwert hatte, als Todt (Jean, damaliger Teamchef) in Österreich (Rubens) Barrichello anwies, (Michael) Schumacher gewinnen zu lassen, weil es – ob fair oder nicht – im Interesse des Teams lag,“ skizziert Di Montezemolo.

„Ich bestellte ihn damals als Präsident zu mir und sagte ihm: „Ich vertrete Ferrari, Sie sind einer unserer Mitarbeiter. Wenn Ihnen Todts Entscheidungen nicht passen, können Sie sich jederzeit ein anderes Team suchen.“

Der Italiener spürt „Vasseurs Einsamkeit. Wer würde ihm den Rücken stärken, wenn er eine Entscheidung treffen müsste, vielleicht sogar eine unpopuläre?“

 

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