Rossi übt Kritik an Superlizenz-System

Alexander Rossi sieht die Entscheidung der FIA gegen Colton Herta zweigeteilt und freut sich über den F1 Sitz für Landsmann Logan Sargeant.

„In gewisser Weise stimme ich der Entscheidung zu und wie sie gelaufen ist“, sagte Rossi zu den Kollegen von The Race bezüglich der Weigerung der FIA Colton Herta eine Sondergenehmigung für den Erhalt einer Superlizenz zu gewähren.

„Warum sollte jemand wie Logan (Sargeant), der nach Europa gezogen ist, viele Opfer gebracht hat, viel Zeit und Mühe investiert hat, warum sollte er für jemanden übersehen werden, der das nicht getan hat?“

„Man muss aber auch sehen, dass wenn ein Formel 1 Team glaubt, dass jemand das Talent und die Fähigkeiten hat, dort Leistung zu bringen, was Colton eindeutig bewiesen hat, sollte ihm das auch nicht verwehrt werden“, so der Indy 500 Sieger weiter.

Rossi war 2012-13 Ersatzfahrer bei Caterham F1 und wechselte dann zu Marussia/Manor. Dort fuhr er 2015 fünf Grands Prix anstelle von Roberto Merhi und hatte einen Fixvertrag für 2016, ehe das Team bankrott ging.

„Die ganze Superlizenz-Sache entstand, um Leute davon abzuhalten, sich in die Serie einzukaufen. Der Ansatz war also gut. Aber was das auch bewirkt hat, ist, dass es Amerikaner hindert von hier aus auf den Grid zu kommen. Daher sollten sie einen Mittelweg finden bei der die NTT INDYCAR SERIES in der ganzen Superlizenz-Punkte-Situation einen höheren Stellenwert bekommt.“

Rossi unterstreicht, dass die Formel 1 „eine Weltmeisterschaft ist, im Moment aber der einzige Weg, um dorthin zu gelangen, darin besteht, das europäische Ranglistensystem zu durchlaufen. Wer in der IndyCar oder der IMSA brilliert und dann bei einem Test in einem F1-Auto beeindruckt, der sollte auch ohne Frage in der Formel 1 starten können.“

Der 31-Jährige freut sich „für Logan. Ich kenne ihn leider noch nicht persönlich, aber es ist gut und wichtig, dass endlich wieder ein Amerikaner dabei ist. Ich werde mir sicher einige seiner Rennen ansehen.“

Generell würde sich Rossi „ein komplett amerikanisches Team wünschen, also einen Rennstall mit US-Piloten. Ich denke, Andretti Autosport könnte das sicher werden.“

„Es ist völlig klar, dass immer mehr Jungs aus der IndyCar in Formel 1 wollen, Piloten, Ingenieure, Mechaniker. Ich war dort und ich kann nur jedem sagen, es ist die Königsklasse und es ist einfach nur geil.“

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