Luca di Montezemolo wird in einem Monat als Ferrari Boss zurücktreten
Seit Wochen wurde hinter verschlossenen Türen über die Zukunft von Ferrari diskutiert. Nun steht es fest: Luca di Montezemolo gibt seinen Posten im Oktober auf. Der 67-Jährige stand seit 1991 an der Spitze des Unternehmens.
„Es ist das Ende einer Ära und ich habe mich entschieden, meinen Posten als Präsident nach fast 23 herrlichen und unvergesslichen Jahren zu räumen“, ließ Montezemolo Mittwoch wissen. Der wahre Grund für den Rücktritt ist angeblich ein Konflikt zwischen ihm und Fiat-Chef Sergio Marchionne, besonders wegen der schwachen Leistungen der Scuderia in dieser Formel 1 Saison. Montezemolo, ein Freund der Agnelli-Familie, ist auch gegen Marchionnes Pläne Fiat zu einem globalen Autobauer-Schwergewicht aufzubauen.
Montezemolo stieg Anfang der Siebzigerjahre als Assistent von Firmengründer Enzo Ferrari ein und war Teamchef als Niki Lauda seine ersten beiden WM-Titel mit den Roten einfuhr. Er führt den Sportwagenhersteller nach seiner Übernahme als Präsident binnen weniger Jahre wieder auf die Erfolgsspur.
Wer nun sein Nachfolger wird, steht noch nicht fest. Im Gespräch sind Fiat-Chef John Elkann, 38-jähriger Enkel des 2003 verstorbenen Giovanni Agnelli, aber auch Fiat-Geschäftsführer Marchionne selbst.
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