Marko Abgang wohl unfreiwillig, aber versilbert

Helmut Marko bekam von Red Bull eine Millionenabfindung, damit er geht, und einen Maulkorb.

Seit dem Einstieg von Dietrich Mateschitz in die Formel 1 mit einem eigenen Team 2005 war Marko dessen persönlicher Motorsportberater. Diese Aufgabe weitete sich aus, nachdem der Red Bull Milliardär wenig später nach Jaguar F1 auch Minardi kaufte, und von Marko zudem das Red Bull Junior Team aufbauen ließ.

Nach dem Tod des Firmengründers im Jahr 2022 veränderte sich aber die Teamkultur, besonders bei Oracle Red Bull Racing, massiv. Die Offenheit, die Transparenz und die gelebte Coolness in der Außendarstellung verschwanden allesamt. Nur Marko war noch da.

Nachdem zwei vorherige Anläufe den über 80-Jährigen in die Formel 1 Pension zuschicken misslangen, schafften es die neuen Macher um Red Bull Erbe Mark Mateschitz und CEO Oliver Mintzlaff Ende 2025 letztlich.

Allerdings ließ sich Marko seinen wohl nicht ganz freiwilligen Abgang teuer bezahlen – acht Millionen Euro kostete der Zwangsabschied, um die unter Mateschitz sr. geschätzte freie Meinungsäußerung endgültig zu verbannen. In seinem Auflösungsvertrag musste der Steirer, wie die Kollegen von F1-insider.com herausfanden, sogar eine Verschwiegenheitsklausel akzeptieren, die ihm bis Ende 2026 keine spezifischen Interviews erlaubt.

Mit dem Abschied Markos ging eine Ära zu Ende. Red Bull ist nicht mehr das professionelle, aber gemütliche österreichische Team. Nun sind praktisch lauter Franzosen am Werk: Laurent Mekies ist der RBR Teamchef, Pierre Wache der Technikchef, Gwen Lagrue wird neuer Leiter des Red Bull Junior Teams.

 

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