Horner: Liberty geht die Sache falsch an

Der Red Bull-Chef meint, dass Liberty einen Fehler begeht, indem man versucht einen amerikanischen Sportansatz auf die F1 anzuwenden.

Zu Beginn des Jahres 2017 übernahm Liberty Media die Formel 1 und seitdem gab es eine Reihe von Änderungen, vor allem in dem Bereich digitale Medien hat die Königsklasse sich weiterentwickelt. Weiters will man auch das Reglement für die Saison 2021 und die Budgetaufteilung radikal ändern, allerdings konnte man sich bis jetzt noch nicht auf ein Konzept einigen.

Kritik gibt es auch von einigen Rennveranstaltern, die nicht damit einverstanden sind, wie die Formel 1 geführt wird. Der Red Bull-Teamchef Christian Horner glaubt, dass die Veranstalter durchaus von den Änderungen profitieren, meint jedoch, dass ein neuer Ansatz nicht in allen Bereichen funktioniert. „Das Problem ist, wie Liberty versucht auf demokratische Weise zu agieren. Die Veranstalter bekommen von Liberty weit mehr als je zuvor, was Freiheiten angeht und Dinge zu tun, für die es stärkere Einschränkungen gibt. Je mehr man gibt, umso mehr will man instinktiv.“, schätzt Horner die Lage ein.

Somit steht Liberty im Gegenteil zu Bernie Ecclestone, der ein strenges Regime führte: „Bernie fuhr ein hartes Programm; es war eine Diktatur, denn wenn man etwas nicht mochte, dann hatte man im folgenden Jahr auch kein Rennen mehr. Es ist eine andere Art zu arbeiten.“

„Ich denke, eine Sache, die Liberty frustriert, ist, dass viele Geschäft über die Medien abgewickelt werden. Das ist etwas, was man vom amerikanischen Sport nicht gewohnt ist. Es gibt diesen ständigen Vergleich zwischen amerikanischen Sport und Franchise und der Formel 1 – amerikanischer Sport funktioniert in Amerika, das funktioniert nicht global.“

Horner räumt allerdings ein, dass Liberty auf einige Bereiche der F1 einen positiven Einfluss hatte. Dennoch ist er besorgt über die Zukunft, vor allem über das Motorenreglement. Bis jetzt scheint es so, als würde sich 2021 nicht viel ändern, da man noch immer zu keiner Einigung gelangt ist.

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