Der neue Madring kommt nicht aus den Schlagzeilen – nun gibt’s einen Rechtsstreit zwischen den Designbüros!
Während nun auf der Baustelle die Arbeiten endlich richtig voranschreiten, kämpfen die ursprünglich beauftragten Streckendesigner vor Gericht um ihr Recht.
Studio Dromo, der ursprüngliche Auftragnehmer für die Planung des Madring, arbeitet nicht mehr mit Promoter IFEMA und der Rennstrecke zusammen. Nun übernimmt die Tilke-Gruppe die Weiterführung und Fertigstellung des Projekts.
Das italienische Ingenieursbüro wirft nun Tilke vor, urheberrechtlich geschützte Streckendokumente und -pläne ohne Genehmigung verwendet zu haben.
„IFEMA hat unser Design, unsere Pläne, unsere Modelle und unsere Methodik unter sehr präzisen Bedingungen erhalten. Wenn diese Materialien nun verwendet werden, um die Strecke für den Großen Preis von Madrid zu bauen, zu verändern, zu bewerben oder kommerziell zu nutzen, ohne diese Bedingungen zu beachten, ist das kein sportliches, sondern ein rechtliches Problem,“ hielt Jarno Zaffelli, Gründer von Dromo, fest.
Das Landgericht Köln hat eine einstweilige Verfügung erlassen, die Tilke vorläufig die Vervielfältigung bestimmter Planungsdokumente für die Formel-1-Rennstrecke in Madrid untersagt.
Ein vom deutschen Gericht bestellter Sachverständiger bestätigte, dass sich in den Akten des deutschen Unternehmens Material der Italiener befindet, das ganz oder teilweise gespeichert und teilweise verarbeitet wurde.
„Wir schätzen, dass allein die Vertragsauflösung Kosten von über 6 Millionen Euro verursacht. Wir wollen das Rennen in Madrid nicht verhindern; wir wollen lediglich, dass jeder, der Dromos Arbeit nutzt, dies mit gültigen Rechten tut und die fälligen Gebühren entrichtet,“ so Zaffelli weiter.
Der Fall soll nun in die nächste Instanz vor dem Oberlandesgericht gehen.
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