Wolff: „Ferrari hat seine Chance auf Kimi verpasst“

Toto Wolff stichelte gegen Ferrari wegen deren Interesses an Kimi Antonelli und deutete an, dass sie ihre Chance vor Jahren verpasst hätten.

„Wir wissen, dass sie Kimi gerne in einem roten Rennwagen sehen würden. Aber Kimi fährt schon seit seinem elften Lebensjahr für Mercedes,“ so der Mercedes-AMG Petronas F1 Team Chef.

Für Wolff ist klar, dass „Ferrari schon vor sechs oder sieben Jahren handeln hätte sollen, anstatt erst jetzt zu erkennen, dass sie einen guten italienischen Fahrer haben.“

Antonellis Vater Marco wurde damals bei der Scuderia Ferrari HP vorstellig, doch wie Ex-Teamchef Maurizio Arrivabene zuletzt anmerkte, hatte man in Maranello seinerzeit nicht die nötigen Mechanismen.

Antonelli trat dem Mercedes-Nachwuchsprogramm bei, gewann praktisch jede Nachwuchsserie, und führt nun in seiner erst zweiten Formel-1-Saison die Fahrerwertung an.

Dementsprechend weiß Wolff, dass „Ferrari natürlich alles tun wird, um einen italienischen Fahrer zu bekommen. Sie hatten ja schon lange keinen mehr.“

Ferraris Geschichte mit italienischen Fahrern ist eher dünn. Der bisher letzte war Giancarlo Fisichella 2009. Davor gab es Ivan Capelli 1992. Letzter italienischer Ferrari-Sieger ist Michele Alboreto, der Mitte der 1980er-Jahre drei Siege einfahren konnte. Alberto Ascari ist der letzte Italiener, der eine Weltmeisterschaft für Ferrari gewann – 1952 und 1953.

 

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