Die Zukunft des Hockenheimringes ist ungewiss. Auch wenn mit der Formel 1 ein Vertrag bis 2018 besteht, verkündete Bernie Ecclestone seine Absicht, den deutschen Grand Prix zwischen 2015 und 2019 jährlich am Nürburgring abzuhalten….
Hockenheim-Management sauer
Das Management des Hockenheimringes ist aufgrund dieser Ankündigung entsprechend verärgert. „Wir haben einen Vertrag, in dem es keine Ausstiegsklausel gibt“, erklärte Ring-Chef Georg Seiler gegenüber der Zeitung Mannheimer Morgen. „Es ist ein Faktum, dass wir 2016 und 2018 den Grand Prix in Hockenheim haben werden. Alles andere ist Spekulation.“
Ecclestone behauptet seinerseits, dass der Vertrag mit Hockenheim auf speziellen Konditionen beruht, die unwirksam werden, falls der Nürburgring Besseres auf den Tisch legt. „Dasselbe bieten wir ja auch dem Hockenheimring an“, meinte der Brite gegenüber Auto Motor und Sport. „Wir können einen neuen Vertrag aushandeln, mit denselben Konditionen, die auch andere Ringbetreiber haben.“
Seitens des Nürburgringes wollte man die Verärgerung des Hockenheim-Managements nicht kommentieren. „Wir kennen die Vertragsdetails zwischen Ecclestone und dem Hockenheimring nicht“, erklärte Carsten Schumacher, Repräsentant des neuen Nürburgring-Besitzers Capricorn. „Wir können daher auch nicht beurteilen oder spekulieren, ob es 2016 und 2018 einen Formel 1-Grand Prix in Hockenheim geben wird. Wir wissen auch nicht, ob es eventuell zwei Grand Prix in Deutschland geben könnte.“
Laut Schumacher hatte das Nürburgring-Management auch keine andere Chance, als eine entsprechende Pressemitteilung herauszugeben. „Als in den Medien berichtet wurde, dass ein Vertrag zwischen Capricorn und Ecclestone abgeschlossen worden war, mussten wir darauf reagieren“, meinte Schumacher.
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