Malaysia will wieder permanent in den F1 Rennkalender

Nach dem Erfolg des diesjährigen Rennens prüft Malaysia eine dauerhafte Rückkehr in den Formel-1-Kalender.

Die Rückkehr der Formel 1 nach Sepang war ursprünglich als einmalige Sonderlösung gedacht und nicht als Wiedereinführung eines regulären Grand Prix von Malaysia. Der WM-Lauf in Bahrain konnte aufgrund von Sicherheitsbedenken im Nahen Osten nicht stattfinden. Die Formel 1 einigte sich darauf, das Rennen in Malaysia als „Grand Prix von Bahrain“ auszutragen.

Die Regierung erwägt, im Wechsel mit einem anderen Land alle zwei Jahre einen Grand Prix auszutragen. Derzeit läuft bereits eine Prüfung der wirtschaftlichen Tragfähigkeit einer Rückkehr des Sepang International Circuit in den Rennkalender.

Sportminister Mohammed Taufiq Johari erklärte am Donnerstag vor dem malaysischen Parlament, dass man untersuche, ob der wirtschaftliche Nutzen einer Formel-1-Veranstaltung die damit verbundenen hohen langfristigen Kosten rechtfertigen würde.

Nach Angaben malaysischer Behörden wurden für das letzte Formel-1-Rennen im Land 2017 rund 30.000 Tickets verkauft, diesmal waren es fast 100.000 Tickets.

Regierungsangaben zufolge lockte die dreitägige Veranstaltung rund 261.000 Zuschauer an, davon schätzungsweise 103.000 am Renntag selbst. Der prognostizierte wirtschaftliche Ertrag von 200 Millionen Euro stärkt die Argumente für weitere Gespräche mit der Formel 1.

Malaysia zog sich nach der Saison 2017 aus der Formel 1 zurück, unter anderem weil die Kosten für die Ausrichtung der Meisterschaft im Verhältnis zum Nutzen als zu hoch erachtet wurden.

Premierminister Anwar Ibrahim hatte bereits während des Rennwochenendes in Sepang, bei einem Treffen mit Formel 1 CEO Stefano Domenicali, die Tür für eine langfristige Rückkehr geöffnet und bestätigt: „Ich freue mich darauf. Wir sind im Gespräch.“

FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem hat zudem die Bedeutung eines nachhaltigen, langfristigen Geschäftsplans unterstrichen. Er wies darauf hin, dass jeder Vorschlag seine finanzielle Tragfähigkeit nachweisen müsse, anstatt sich ausschließlich auf die Begeisterung zu stützen, die durch die Veranstaltung im Jahr 2026 geweckt wird.

Ein Ergebnis des Machbarkeitsberichts wird bis November erwartet.

 

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