Wenn WM-Leader Lewis Hamilton beim GP der USA in Austin gewinnt und Sebastian Vettel Dritter oder schlechter wird, ist der Brite schon vorzeitig Titelträger
Lewis Hamilton liebt Amerika und er liebt auch die Rennen dort drüben. „Ein Rennen in den USA bedeutet immer viel Action und Unterhaltung“, schmunzelt der Brite. Und damit hat, vor allem was ihn betrifft, vollkommen recht. 2007 holte er bei seinem ersten und dem bisher letzten Antreten der Formel 1 am Indianapolis Motor Speedway gleich den Sieg. Er versetzte damals seinen wild attackierenden McLaren Teamkollegen und deklarierten WM-Favoriten Fernando Alonso in Rage. Der damals 22-Jährige holte den zweiten Karrieresieg innerhalb einer Woche und siegte als erster Brite in der Formel 1seit John Watson 1983 auf US-Boden. Watson hatte damals mit Niki Lauda einen McLaren Doppelsieg gefeiert, der heute noch in den Geschichtsbüchern steht, denn der Nordire gewann von Platz 22 aus, was bis heute keinem Fahrer mehr gelungen ist.
Howdie Cowboy
Fünf Jahre später kehrte die Königsklasse wieder in die Staaten zurück und Hamilton war gleich wieder in seinem Element. Obwohl der McLaren-Pilot im vorletzten Saisonlauf keine Chance mehr auf den WM-Titel hatte, war er am nagelneuen Circuit of the Americas (COTA) in Austin, Texas eine Klasse für sich. Er ging in Runde 42 an Sebastian Vettel im überlegenen Red Bull vorbei und verteidigte seine Führung bis zum Schluss. Es war Hamiltons letzter Sieg in einem McLaren. Auch 2014 und 2015 hieß der Sieger erneut Lewis Hamilton und auch diesmal bog er einen Deutschen, seinen Mercedes-Stallgefährten Nico Rosberg. Beide Male war Rosberg von der Pole gestartet, aber Hamilton presste sich immer vorbei. 2015 schleuderte ihm Nico dafür live im TV die Basecap im Cool Down Raum an den Kopf.
Totale Dominanz
Die letzten beiden Jahre war der Silberpfeil-Pilot aus Stevenage der klar überlegene Mann und cruiste zum obersten Treppchen. Mit sechs Erfolgen unter der Stars’n’Stripes hat Hamilton sogar Michael Schumacher überflügelt und natürlich möchte er kommendes Wochenende nachlegen. „Ich fühle mich auf der Strecke total wohl. Der Katapult-Start, die schnellen Kurven und die ewig lange Gerade, der Kurs ist einfach klasse. Selbstverständlich möchte ich das Momentum nützen und auch hier wieder ganz vorne sein“, so der Brite.
Überraschung beim Heimspiel?
Platz 10 aus der Debütsaison 2015 ist für Haas F1 bisher das beste Ergebnis beim Heimspiel. Doch die Amerikaner sind in guter Form – nach zwei achten Plätzen durch Kevin Magnussen in Russland und Romain Grosjean in Japan, sowie „KMag“s schnellster Rennrunde beim Nachtrennen in Singapur – hat die Truppe von Gene Haas in Austin einiges vor. „Wir sind zurzeit gut unterwegs und ich denke, am COTA könnte es diesmal schon weiter nach vorne gehen als P10“, ist Grosjean zuversichtlich. Auch in der Teamwertung würden weitere Zähler guttun, denn man ist noch immer im Kampf um Meisterschaftsplatz 4, liegt nur acht Punkte hinter Rivalen Renault. „Platz 4 in der Konstrukteurs-WM ist unser absolutes Ziel. Das wäre ein tolles Ergebnis im erst dritten Jahr in der Formel 1.“
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