Toto Wolff erhielt einst die Gelegenheit, Esteban Ocon als Teamkollegen von Lewis Hamilton unter Vertrag zu nehmen, aber er lehnte ab.
Nach Gerüchten über eine „körperliche Auseinandersetzung“ mit TGR Haas F1 Team Chef Ayao Komatsu trennte sich der US Rennstall von Ocon und ersetzte ihn für den Grand Prix von Mexiko durch Ryo Hirakawa.
Bei den kommenden Rennen in Sao Paulo und Las Vegas wird Ferrari-Junior Rafael Camara Ocons Platz einnehmen. Der Franzose ist – zumindest für den Rest der Saison – raus.
Im Laufe seiner zehnjährigen F1-Karriere hat sich Ocon den Ruf erarbeitet, immer wieder mit seinen Teamkollegen aneinanderzugeraten.
So verschlechterte sich 2024 sein ohnehin schon schwieriges Verhältnis zum Alpine F1 Team Kollegen Pierre Gasly noch weiter, als Ocon mit ihm beim Grand Prix in Monaco kollidierte. „Estebans Angriff war völlig unangemessen“, kommentierte der damalige Alpine-Teamchef Bruno Famin.
Ocon, der das Nachwuchsförderprogramm von Mercedes durchlaufen hatte, wurde 2019 vom Mercedes-AMG Petronas F1 Team als Ersatzfahrer unter Vertrag genommen, nachdem er Ende 2018 sein Cockpit bei Force India verloren hatte.
Damals zog Toto Wolff noch in Erwägung, ihn als Stallgefährten von Lewis Hamilton einzusetzen: „Eines Tages wird er in einem Mercedes Rennen und Meisterschaften gewinnen.“
Doch als es dann tatsächlich zu dieser Frage kam, wurde Valtteri Bottas für 2020 behalten Ocon hingegen schaute durch die Finger.
Wolff hatte befürchtet, hörte man hinter den Kulissen, dass „ihre Charaktere aneinandergeraten“ und „ihre Beziehung zu explosiv sein könnte.“ Als George Russell aus der Sicht des Österreichers bereit war, holte er ihn ins Team und erteilte Ocon so die nächste Ohrfeige.
Ein Comeback Ocons in der Königsklasse scheint nahezu ausgeschlossen. Der letzte „freie“ Platz ist wohl das Cockpit von Bottas beim Cadillac F1 Team. Doch einerseits hat der von sich selbst sehr überzeugte Pilot unterstrichen, dass er sich „für zu gut erachte, um am Ende des Feldes herumzufahren“, und andererseits hat man bei Cadillac inzwischen eine größere Auswahl an Kandidaten.
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