Der Saisonauftakt in Melbourne war für den Traditionsrennstall Williams ein Desaster. Weder im Rennen noch im Qualifying lief es für die Briten gut, Punkte waren weit außer Reichweite.
Für das Williams F1 Team hagelt es Kritik, nicht nur die beiden unerfahrenen Piloten werden in die Mangel genommen, sondern auch der neue FW41 wird stark bekrittelt. Es heißt der Bolide sei eine einzige Baustelle und auch der Technikchef bekennt, dass er enttäuscht ist.
„Wir hatten erwartet, die sechste oder siebte Kraft im Feld zu sein. Sieben, das wäre möglich gewesen, zumal wir Force India geschlagen haben.“, blickt Lowe auf Melbourne zurück. Obwohl Williams im Qualifying die Nase noch vorne hatte, konnte man im Rennen mit den Pinken nicht mithalten. Es scheint so, als ob man bei Williams den Winter über in Rückstand geraten sei und man sich schon bald mit den Positionen am Ende des Feldes begnügen müsse.
Im Rennen produziert der FW41 zu viel Reifenverschleiß, das Auto ist beim Hinterherfahren extrem unruhig und der Motor überhitzt chronisch: „Vielleicht lag es nur an den Außentemperaturen“, überlegt sich Lowe und meint auch, dass das Mercedes-Werksteam ähnliche Probleme gehabt habe.
Die vielen Probleme trafen Stroll im Rennen besonders, der Antrieb soll sich phasenweise im falschen Modus befunden haben, die Gründe dafür sind weiterhin ein Rätsel. „Wir arbeiten an vielen Dingen, die wir in den kommenden Wochen an die Strecken bringen wollen. Was wir in Melbourne erlebt haben, ist wie jedes Jahr mit Vorsicht zu genießen und hat nur bis zum folgenden Rennen Bestand.“, meint Lowe. Allerding wird sich die Situation in Bahrain nicht sonderlich verbessern, da es dort noch wärmer ist, als in Melbourne. „Wir dürften schneller entwickeln als vergangenes Jahr. Es geht um Tage und Wochen, nicht Monate.“, macht Lowe Mut.
Auch Lance Stroll ist zuversichtlich: „Wir wissen ganz gut, wo es hapert. Es geht jetzt darum, die Teile zu produzieren, die wir brauchen, und sie an das Auto zu schrauben.“ Kritiker haben es aber ganz anders formuliert: Williams braucht die Fahrer, die den Boliden schneller bewegen können. Auch der Ex-F1-Pilot Mark Webber hält von der Williams-Fahrerpaarung wenig: „Zwischen den Piloten muss die Chemie stimmen. Die Formel 1 ist kein Mädcheninternat, sondern braucht Fahrer, die auf den Punkt ihre Leistung bringen.“
Der Mercedes-Aufsichtsrat Niki Lauda erkennt den neuen Williams-Piloten Sirotkin nicht einmal – das Gesicht des Rookies sagt der Rennlegende offenbar gar nichts. Lowe nimmt seine Piloten jedoch in Schutz. „Er mag bei seinem letzten Qualifying-Versuch einen Fehler gemacht haben, aber die Runden zuvor waren wirklich gut. Er befindet sich in seinem zweiten Jahr und ist viel reifer, erfahrener und selbstbewusster.“, verteidigt er Stroll. Auch für den Russen Sirotkin sieht man nicht schwarz. Er brauche nur Zeit, denn er habe das Talent. Das sieht auch Ex-Weltmeister Damon Hill so: „Er braucht Zeit. Talent besitzt er, aber genau wie Lance dauert es, bis er selbstbewusster wird und Erfahrung sammelt.“
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