Eigentlich hätte es beim Saisonauftakt in Melbourne für Ferrari-Fahrer Sebastian Vettel nicht besser laufen können. Rennsieg und somit volle Punktezahl – dass das Timing des virtuellen Safety-Cars erheblich zu seinem Triumph beigetragen hat, gibt ihm jedoch zu denken.
Vettels Auftaktsieg im Jahr 2017 kam vor allem durch die von Beginn an starke Performance des letztjährigen Ferrari-Autos zustande, beim diesjährigen Triumph spielte ihm allerdings der Zeitpunkt der virtuellen Safety-Car-Phase erheblich in die Karten und diese Tatsache ist dem Deutschen auch bewusst.
Wo hat der aktuelle Ferrari SF71H also gegenüber dem Vorgängermodell noch Schwächen? „Wenn ich auf die Bremse trete und einlenke, will ich, dass das Auto auf den Punkt genau reagiert“, beschreibt Vettel nach seinem Melbourne-Sieg 2018 und gesteht: „Mit diesem Aspekt bin ich noch nicht richtig glücklich. Es ist immer ein bisschen ein Kompromiss.“
„Natürlich ist es unser Job, Probleme zu umfahren, aber wenn ich die Wahl hätte, dann würde ich es mir anders wünschen“, so Vettel, der jedoch in der aktuellen Charakteristik des Autos „kein großes Drama“ sieht: „Ich denke, wir können damit leben, aber wenn es uns gelingt, diesen Bereich zu verbessern, dann steigt natürlich auch das Vertrauen.“
Vettel: ’sind noch nicht auf dem gleichen Level wie 2017′
So kommt Vettel vor dem zweiten Saisonrennen am kommenden Wochenende zur Erkenntnis: „Momentan sind wir noch nicht ganz so gut aufgestellt wie vor einem Jahr. Voriges Jahr waren wir zu diesem Zeitpunkt schneller. Wenn man die Abstände am gesamten Melbourne-Wochenende betrachtet, sind wir noch nicht auf dem gleichen Level wie 2017. Lewis war der Schnellste, wohingegen es im vergangenen Jahr so war, dass wir die Schnellsten waren. Deshalb weiß ich, dass wir noch nicht ganz da sind, wo wir sein wollen, denn wir wollen die Schnellsten sein.“
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