Was ist alles neu in der F1 2020?

Evolution, statt Revolution! Das könnte das Motto der Jubiliäumssaison der F1 im Jahr 2020 sein. Dennoch wurden kleine, aber feine Änderungen an den Regularien für die kommende Saison vorgenommen.

Schwarz-weiß-karierte Flagge kehrt zurück

Nachdem man im Jahr 2019 auf die elektronische Variante wechselte, macht man im Jahr 2020 eine Rolle rückwärts. Die wohlbekannteste Flagge im Rennsport wird ab sofort wieder jedes Rennen beenden. Hintergrund: Beim großen Preis von Japan wurde die Zielflagge eine Runde zu früh eingeblendet. Das möchte man in Zukunft wieder vermeiden.

Weniger Testtage

Die Verantwortlichen der F1 hatten sich im Sommer 2019 dazu entschieden, die Anzahl der Testtage für 2020 zu minimieren. Ansttat von acht Tagen, wird es heuer nur mehr sechs Tage in Barcelona geben (19.2-21.2 und 26.2.-28.2). Getestet wird immer noch auf dem Circuit de Catalunya in Barcelona. Außerdem soll die Jugend vorangetrieben werden. Es werden Tage vorgeschrieben, an denen junge Piloten, mit weniger als zwei GP-Starts, testen dürfen bzw. müssen.

 

Sportliche Regularien neu definiert

Gute Nachricht für die Mechaniker von den Teams. Sowohl am Donnerstag, als auch am Freitag, müssen die Mechaniker nun eine stunde länger der Strecke fern bleiben und dürfen nicht am Auto schrauben. Es darf weiterhin zwei mal im Jahr durchgearbeitet werden, sollten Notfälle (z.B. Qualifying Crash) auftreten. Diese müssen von den Verantwortlichen genehmigt werden.

Auch der Shark-Fin feiert ein kleines Comeback. Im Ausblick auf die komplett neuen 2021er Regeln, müsen die Team nun einen kleinen Flügel über dem Motor haben, an dem die Startnummer der Piloten klar und deutlich zu sehen ist. Das soll den Teams zu Vorbereitung fürs kommende Jahr helfen und es den Fans erleichtern, ihren Helden an der Strecke zu erkennen.

 

Mildere Strafen, bei kleineren Vergehen – kein Verstecken mehr

Als Pierre Gasly in Baku nicht zum wiegen kam, musste er das Rennen vom letzten Startplatz aus angehen. Das soll nun gelockert werden. Auch Frühstarts sollen in Zukunft nicht mehr ein komplettes Renne zerstören. Die Stewards haben angekündigt, mehr mit fünf bzw. zehn Sekunden Strafen zu arbeiten.

 

Auch die mittlerweile legendären Stellwände von den F1 Wintertests gehören nun der Geschichte an. Sie dürfen während der Live Streckenzeit (9:00 Uhr – 18:00 Uhr) nicht mehr vor die Garage des Autos gestellt werden. Allerdings gibt es zwei Ausnahmen: die erste wäre, wenn der Unterboden des Autos getauscht werden muss. Die zweite Ausnahme beinhaltet das zurückkehren des Autos, nach einem Unfall.

 

Anpassung am Frontflügel – weniger Reifenschaden?

Auch am Frontflüge wurde etwas verändert. Um das Risiko, eines Reifenschadens durch einen Zweikampf zu reduzieren, sollen nun die Endstücke am Frontflügel mindestens 50mm aus Carbon sein, bevor der erste metallische Komponent eintritt. Wir dürfen gespannt sein, ob das funktioniert.

Bremskühlanlagen, die von externen Herstellern angeliefert worden sind, stehen nun auf der verbotenen ’schwarzen Liste‘. Daraus folgt, dass die Teams nun ihre eigenen Lösungen kreieren müssen, um dafür zu Sorgen, dass die Anlage nicht überhitzt. Man darf gespannt sein, wer die kreativste Lösung finden wird.

 

Weniger elektronische Hilfen – zusätzliche MGU-K

Im Jahr 2020 wird es beim Start wieder mehr auf den Fahrer ankommen. 90% der Drehzahl soll durch den Piloten eingesetzt werden, die restlichen zehn Prozent sollen dafür sorgen, dass der Motor bei einem Fehlstart nicht komplett aus geht. Kleien Hilfsstellungen am Display des Lenkrads sind weiterhin erlaubt.

Die Fahrer werden dieses Jahr drei, anstatt von zwei MGU-K’s im Jahr verwenden dürfen. Die MGU-K ist das größte Verschleißteil der Saison 2019. Insgesamt neun von 20 Piloten mussten eine Strafe diesbezüglich in Kauf nehmen. Dadurch sollen die Rückversetzungen in der Startaufstellung minimiert werden.

 

 

 

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