Sebastian Vettel hat sich erneut den Unmut von Helmut Marko zugezogen. Der Haussegen hängt schief
Eigentlich war Vettels Fahrplan auf einen Crash der beiden vor ihm startenden Mercedes-Piloten zu hoffen und dann daraus Kapital zu schöpfen. Der Crash fand dann auch, wie vorprogrammiert statt, doch nicht Vettel profitierte, sondern ausgerechnet Daniel Ricciardo bremste den Heppenheimer wieder aus. Der Titelverteidiger hatte nicht annähernd den Speed seines Red-Bull-Teamkollegen und wurde magerer Fünfter.
Prompt beschwerte sich Vettel im TV Interview: „Das Auto war genauso unberechenbar wie im trockenen Training. Es stand außer Diskussion, dass ich heute da vorne mithalte.“ Laut Teamchef Christian Horner „stimmte irgendetwas mit dem Auto nicht, das war nicht Sebastians Fehler.“ Der Brite beschwichtigte nach außen, doch intern brodelt es.
Vettel hatte die Hoffnung die Führung zu übernehmen, aber der Speed war nicht da. Das war mir nach zwei Runden klar. Ich kam dann etwas weit hinaus und er (Ricciardo) konnte vorbei. Es war nur eine Frage der Zeit und so habe ich mir wenigstens einen schönen Funkspruch erspart.“
Und die Stichelei wurde dann noch offener: „Man schickt mich an die Front, wo scharf geschossen wird. Ich komme mir vor, als stünde ich dort mit einem Holzknüppel. So schlecht kann man gar nicht fahren. Es ist der Wurm drin. Ich bin immer bereit, eigene Fehler zuzugeben.“
Solche Worte will Red Bull Motorsport-Direktor Helmut Marko nicht hören, und schon gar nicht vor den Mikros der Fernseh- und Radiosender. Man darf mit einer Retourkutsche – wohl am hauseigenen Sender – rechnen.
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