Der Motor, der im Freien Trainig von Spa einen Auspuffplatzer erlitt, ist noch einsatzfähig. Allerdings ist ungewiß wieviel Leistung er noch hat und wie lange er noch lebt
Nach nur 77 Kilometern stoppte ein Riss im Auspuff den Titelverteidiger im ersten freien Training zum Grand Prix von Belgien. Die Renault-Ingenieure ließen das brandneue Triebwerk ausbauen und gaben dem Deutschen den schon in Ungarn gelaufenen Motor. Der hielt das Spa-Wochenende zwar durch, doch klagte der Vierfach-Champion über mangelnde Leistung und andere Macken.
Laut Renault-Sportdirektor Cyril Abiteboul ist der V6 Turbo gesund, denn die defekte Zündkerze hatte zwar für den Schaden im Auspuff gesorgt, aber der Motor geht. Doch wie lange? Und wird er die volle Power bringen? Renault sagt ja, aber Renault hat schon viel behauptet.
„Dass es mich einmal erwischt, ist sicher. Wenn es blöd läuft sogar zweimal“ weiß Vettel um die heikle Situation. Der eigentliche Plan war in Monza den sechsten Motor zu verwenden und den Grid-Penalty auszufassen. Denn auf der Highspeed-Strecke sollte Red Bull ohnehin keine Siegchancen haben.
Aber Motor Nummer 5 hat erst 77 Kilometer auf dem Buckel und könnte ja länger halten, könnte vielleicht Monza, Singapur und Suzuka überstehen. Fängt sich der Deutsche auf den Kursen in Singapur oder Suzuka, wo er sich Chancen ausrechnet, eine Strafversetzung ein, kann er die Rennen gleich abhaken. Dann wäre die Motorenstrecke am Olympiaort Sotschi der nächste Tauschtermin.
„Wenn ich aus der Boxengasse starten muss, nehme ich erst gar nicht an der Qualifikation teil. Was bringt das dann? Auf der Liste der Gefährdeten gibt es außer mir noch ein paar andere Kandidaten. Das könnte in den letzten Rennen zur Farce werden“ meckert Vettel.
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