Valtteri Bottas gewinnt den Grand Prix von Japan vor Sebastian Vettel und seinem Stallgefährten Lewis Hamilton. Damit ist Mercedes zum sechsten Mal hintereinander Teamweltmeister
Der Finne startete von Drei, zog am Start außen an Vettel vorbei und durfte danach endlich mal seine Linie durchziehen. Bottas blieb fehlerlos und gewann verdient. „Das Qualifying war sehr knapp, aber ich hatte einen tollen Start, konnte sofort von P3 nach vorne ziehen. Meine Pace war sehr gut und ich konnte das Rennen kontrollieren“, so der Sieger. Ferrari-Star Vettel zuckte unter der Ampel mehrfach, schadete sich dabei aber selbst am meisten. „Ich habe am Start den ganzen Schwung verloren und dann war Mercedes im Rennen sehr, sehr schnell. Valtteri ist im letzten Stint geflogen und ich habe einfach alles versucht, um Lewis hinter mir zu halten. P2 ist ganz OK. Schade, dass Charles so früh aus dem Spitzenkampf weg war.“ Wenig amused blieb Hamilton, denn der lag knapp zehn Runden vor Schluss auf P1, fürchtete aber um seinen Reifengummi. Einige Piloten im Mittelfeld hatten allerdings bewiesen, dass die Mediums schon halten sollten, dennoch holte ihn Mercedes rein und verschenkte so den Doppelsieg, da der Brite nicht mehr an Vettel vorbeikam. „Zunächst muss ich dem Team zum sechsten Titel in Folge gratulieren. Ich hätte natürlich gerne heute das Punktemaximum für Mercedes eingefahren“, gab Hamilton knapp zu Protokoll.
Mercedes wieder die Nummer 1
Die Modefarbe 2019 ist zum sechsten Mal in Serie Silber, denn Mercedes hatte vor allem in der ersten Saisonhälfte das klar beste Material. Als Ferrari dann gleich- und in manchen Bereichen sogar vorbeizog, versemmelten die Rennstrategen der Roten bzw. die Piloten selbst immer wieder die Rennen. Somit räumten die Jungs von Benz erneut die Konstrukteurswertung und waren dementsprechend happy. „Da steckt das ganze Team dahinter, auch die beiden Fahrer. Wir haben hier viele Mitarbeiter, die jetzt sechs Jahre hintereinander einen fantastischen Job gemacht haben. Da kann man schon stolz drauf sein“, Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff. Nachdem Charles Leclerc nicht über Platz 7 hinauskam, steht auch bereits fest, dass nur mehr ein Pilot aus dem Hause Mercedes 2019 Fahrerweltmeister werden kann. Hier hat Hamilton 64 Punkte Vorsprung auf Stallgefährte Bottas. Damit kann der Brite – bei vier verbleibenden Rennen mit 100 Punkten Maximum – wohl den Champagner, um seinen sechsten WM-Titel zu feiern, schon kalt stellen.
Komische Entscheidungen
Das Stockerl war von der Zusammensetzung nicht überraschend. Für weniger Verständnis sorgten zahlreiche Entscheidungen der Rennstewards. Zunächst wurden die Fehlstarts von Vettel und Bottas einfach unter den Tisch gekehrt – lag angeblich alles innerhalb der Toleranz, auch wenn man die Zucker mit freiem Auge erkennen konnte. Leclerc rempelte, wenn auch wohl unabsichtlich, Max Verstappen von der Piste, bekam dafür nachträglich eine Fünf-Sekunden-Strafe – warum das erst nach dem Rennen entschieden werden konnte, wissen wohl auch nur die Stewards. Im Gegensatz dazu kassierte Pierre Gasly für seinen Abschuss von Sergio Perez in der letzten Runde keinen Rüffel. Die FIA sollte hier handeln, das Strafenwerk deutlich klarer festlegen und nur zwei bis maximal drei fixe Fahrerstewards pro Saison bestimmen, damit endlich eine einheitliche Linie Einzug hält. Das aktuelle Gemurkse hilft keinem – weder den Fahrern und Teams, noch den Medien und Fans.
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