Die Schlammschlacht zwischen Red Bull Racing und Motorenlieferant Renault geht auch nach der offiziellen Trennung weiter. Cyril Abiteboul, Renault F1 Teamchef behauptet, dass Red Bull Daten bewusst manipuliert, um sich den Wechsel zu den Honda-Triebwerken schön zu reden.

Schlammschlacht geht weiter
Beim Abu Dhabi GP 2018 ist nach 12 Jahren die erfolgreiche, aber auch schwierige Partnerschaft zwischen Red Bull Racing und Renault zu Ende gegangen. Nach zahlreichen Siegen und vier Weltmeisterschaftstitel machte das einstige Dreamteam der F1 in letzter Zeit eher negative Schlagzeilen. Red Bull prangerte das Leistungsdefizit, sowie die mangelnde Zuverlässigkeit an, während Renault Red Bull den schwarzen Peter stets zugeschoben hat. Die Red Bull Boliden seien so nah am Limit gebaut, dass die nötige Kühlung für die Motoren dabei fehlen würde, hieß es aus dem Kreis des französischen Konzerns. Im Sommer bestätigten beide Parteien nach 12 Jahren die Trennung – doch von Versöhnung keine Spur.
Dr. Helmut Marko: Uns fehlten bis zu 70 PS!
“Uns haben im Schnitt zwischen 40 und 70 PS gefehlt, je nach Strecke. Wir waren sozusagen in einer B-Kategorie. Wir sind immer als die großen Jammerer hingestellt worden, allerdings belegen unsere GPS-Daten unsere These. An dieses Daten können wir sehen, wieviel Zeit wir auf den Geraden verloren haben und wieviel Zeit wir in den Kurven gewonnen haben.“, erklärt Marko. Die Daten des Hondamotors sehen aber positiv aus, erklärt er: “Die Zahlen, die wir von Honda bekommen, stimmen uns optimistisch! Der Hondamotor ist jetzt schon besser als der Renault. Dazu bekommen wir auch endlich einen ‚Party-Mode‘. Wenn man alles abgleicht und vergleicht, sieht es so aus, als würden wir mit Honda auf Augenhöhe mit Mercedes und Ferrari sein.“, tönt der Red Bull Motorsportchef.
Abiteboul attackiert Red Bull – Daten sind manipuliert:
Cyril Abiteboul glaubt den Worten Marko’s nicht und behauptet, dass Red Bull schwindelt. “Ich verstehe, was Red Bull hier versucht. Man möchte das Team sowie die Honda Ingenieure zu motivieren. Die Wahrheit ist aber, dass Honda nach wie vor 20 kW hinter uns liegt. Sie verschleiern die Fakten und manipulieren die Daten.“. Dennoch glaubt der Renault F1 Teamchef, dass der Wechsel den Bullen gut tun könnte: In der Fabrik in Milton Keynes wird es nun eine Aufbruchstimmung geben. Das von Adrian Newey designte Auto wird wieder ein tolles Chassis haben, dazu sind die Mitarbeiter durch den neuen Motorenpartner motiviert. In den letzten Jahren war die Partnerschaft zwischen uns und Red Bull ein wenig ‚eingeschlafen‘.“, so Abiteboul.
Red Bull erwartet Zuverlässigkeitsprobleme
Trotz des Lobes, ist man bei den Bullen auch auf Tiefschläge vorbereitet. “Uns ist klar, dass es zu Problemen mit der Standfestigkeit kommen wird. Wir werden wahrscheinlich nicht mit den drei Motoren die Saison auskommen. Aber wenn man sich die richtigen Strecken aussucht, dann können wir dennoch gute Resultate einfahren, so wie 2017 und 2018. Unser Konzept ist es, dass wir Strafen in Kauf nehmen, wenn es notwendig ist.“, so Dr. Helmut Marko-
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