Red Bull geplagt vom Defekt-Teufel, Horner: „brutal frustrierend“

Nach dem Doppel-Aus der Red Bull-Piloten beim 2. Saisonlauf in Bahrain ist das Team verständlicherweise sehr geknickt. Teamchef Christian Horner findet deutliche Worte: „Ein brutal frustrierendes Rennen für uns.“

Der Auftritt von Max Verstappen und Daniel Ricciardo beim GP von Bahrain war nach nur wenigen Minuten wieder vorbei – Verstappen kollidierte eingangs der zweiten Runde mit Hamilton, nur wenige Meter später rollte Ricciardo mit einem technischen Defekt aus.

Nach der Berührung zwischen Hamilton und Verstappen gab es am Auto des Niederländers wohl mehr Schaden, als nur den anfangs vermuteten Defekt am Diffusor, wie Horner erklärt: „Wir müssen uns das noch genau ansehen, aber das Fahrzeug hat Druck im Hydrauliksystem verloren. Dass er das Auto auf drei Reifen so weit zurückfahren musste, hat auch das Getriebe beschädigt. Beide Autos nach zwei Runden zu verlieren ist natürlich frustrierend. Aber wir sollten Toro Rosso zu Platz vier gratulieren.“

Der Ausfall ist umso bitterer, weil das Red Bull-Team durch die Freitags-Longruns noch wie ein Siegkandidat aussah. „Hätte, wenn und aber“, sagt der 44-Jährige. „Während des Wochenendes war die Pace gut und im Renntrimm war sie stärker als im Qualifying. Daniel sagte, dass er während der zwei Runden recht locker mit Kimi mithalten konnte. Max war stark genug, um Lewis zu überholen. Das zeigt, dass das Potenzial wirklich da war.“

Beim Australier streikt die Batterie

Bei Ricciardo steht die Batterie im Fokus der Beobachtungen. „Wir können noch nicht sagen, ob das der Grund allen Übels ist“, so Horner. „Wenn das der Grund sein sollte, wäre es schon das zweite Mal in diesem Jahr, dass uns das passiert.“

Bereits bei den Testfahrten hatte eine Batterie aufgegeben. Sie ist Teil des Renault-Antriebsstrangs. „Wir haben also ein defektes Element, das außerhalb unserer Kontrolle liegt und eine Kollision zwischen zwei angriffslustigen Fahrern. Die Formel 1 besteht aus lauter ‚Was wäre wenns‘.“

„Der einzige Trost, den wir mitnehmen können, ist die Tatsache, dass wir wieder das Gefühl hatten, dass wir ein gutes Rennen hätten fahren können. Selbst von den Startpositionen, von denen aus wir gestartet sind, hätten wir gut ausgesehen. Davon bin ich überzeugt“, gibt sich Horner trotz allem optimistisch.

Posted in ,