Piloten sagen DTM ist auch als GT3 Serie top

Der Umstieg der DTM von den Class 1 Boliden zu GT3 Sportwagen ist geglückt, wenn man den Top-Piloten der Serie nach dem Saisonauftakt 2021 in Monza glauben darf

DTM Boss Gerhard Berger hat die traditionsreiche deutsche Rennserie durch den Wechsel von speziell gebauten Prototypen zu serienmäßigen GT3-Fahrzeugen am Leben erhalten. Die Mehrheit der Fans war pessimistisch, dass die Serie einschlagen würde, und kritisierten, dass man von den Tourenwagen-Wurzeln abging. Es gäbe bereits zu viele GT3-Meisterschaften auf der ganzen Welt wurde geunkt. Doch nach dem Saisonauftakt in Monza vergangenes Wochenende sind die Piloten rund um Vizemeister Nico Muller überzeugt, dass „die DTM auch 2021 ihren Namen immer noch verdient.“

Müller gefällt die Markenvielfalt

Der Schweizer erwartet „einen beinharten und engen Kampf der Topmarken im Rennsport“. Fünf Hersteller sind die gesamte Saison im Einsatz, andere, wie etwa McLaren, starten in ausgesuchten Rennen. „Großer Applaus an die Organisation, denn wir haben alle zusammen gezeigt, dass die DTM immer noch eine geile Meisterschaft ist. Was die Meisterschaft für mich noch spannender macht, ist, dass man gegen Autos fährt, die so unterschiedliche Stärken und Schwächen haben. Je nachdem, welches Auto Du auf der Strecke überholen willst, liegt eine ganz neue Herausforderung vor Dir“, so Müller weiter. Früher seien die Autos sehr ähnlich gewesen und man hätte sich mit DRS und Push-to-Pass durchgesetzt. „Nun musst Du tatsächlich Deinen Rennstil ändern, je nachdem, welches Auto Du vor Dir hast. Als ich mit Sheldon [van der Linde] vor mir im BMW gefahren bin, war klar, dass ich auf den Geraden ein hartes Leben haben werde und gut aus den Kurven kommen muss, um überhaupt eine Chance zu haben. Bei einem Ferrari war das dann ganz anders.“ Müller erwartet, „dass sich die Leistungen von Wochenende zu Wochenende stark verschieben, und man muss seine Chancen nützen und die Ergebnisse maximieren. Es gibt keinen Raum für Kompromisse. Das wird diese Saison spannend machen.“

Van der Linde lobt Reglement

Anders als Müller, verbrachte Audi-Ass Kelvin van der Linde den Großteil seiner Rennkarriere in GT3-Meisterschaften wie der ADAC GT Masters oder der GT World Challenge Europe. Seit 2021 ist er in der DTM am Start und lobte die Meisterschaft dafür, dass sie flexibel ist und zwei separate Runden von Balance of Performance-Änderungen durchführte, nachdem Mercedes das erste Qualifying in Monza dominierte. „Man muss der DTM gratulieren, wie sie von Samstag auf Sonntag reagiert haben. Nach der BOP Anpassung hatten wir fünf Hersteller unter den Top 6 im Qualifying und auch das Rennen war viel enger“, sagte der Abt Sportsline-Pilot, der Lauf 2 gewann. Der Südafrikaner hält den Auftakt für ein gutes Omen für den Rest der Saison. „Sie sind wirklich offen und arbeiten hart daran, dass es ein Erfolg wird. Monza ist für GT3s normalerweise schwierig, also wird es in Zolder, am Nürburgring oder am Norisring noch viel enger werden. Es gab viele negative Kommentare vor diesem Wochenende, aber wir haben es geschafft, zu zeigen, dass sie fehl am Platz waren.“

Auer Fan des Old School Überholens

Werks-Mercedes-Fahrer Lucas Auer hatte das Gefühl, dass Überholmanöver in Monza natürlicher erschienen als zuvor. Durch die Umstellung der DTM auf GT3-Fahrzeuge wird nun gänzlich auf künstliche Hilfsmittel verzichtet. „Früher machten DRS und Push-to-Pass das Überholen von Autos einfach. Auch wenn es weniger Überholvorgänge gibt, sind das richtige Überholmanöver, man macht es auf der Bremse und fährt nicht auf der perfekten Linie, noch bevor man bremst,“ so Auer. Der Tiroler ist überzeugt, dass es „das ist, was die Fans sehen wollen, uns ich selbst hatte auch Riesenspaß. Ich finde diese Art von Rennen toll. Besonders die ersten Runden waren total verrückt.“

 

 

Die DTM auf Formelaustria wird präsentiert von der BMW Austria Group

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