Mit einer halben Minute Vorsprung flogen die Silberpfeil-Piloten Lewis Hamilton und Nico Rosberg zum Doppelsieg in Kanada
Weltmeister Lewis Hamilton holte sich von der Pole Position aus einen sicheren Start-Ziel-Sieg und zog in der Meisterschaft damit wieder auf 17 Zähler von seinem Teamkollegen und ärgsten Herausforderer Nico Rosberg davon. „Ich liebe Montreal. Ich liebe diese Strecke. Ich liebe diesen Event“, schwärmte der Brite, der nach 2007, 2010 und 2012 zum bereits vierten Mal auf dem Circuit Gilles Villeneuve gewinnen konnte. „Ich habe alles versucht, habe wie verrückt gepusht, aber den Unterschied hatte das Qualifying gemacht“, gab sich Rosberg geschlagen.
Mercedes-Power dominiert
Williams-Pilot Valtteri Bottas komplettierte das Podium und holte somit den ersten Podestplatz seines Teams in dieser Saison. „Es ist für uns sehr wichtig wieder hier oben zu stehen. Das ganze Team hat dieses Ergebnis gebraucht. Nun wissen wir wieder, dass wir ganz vorne mitfighten können. Natürlich hat uns Kimi dabei auch ein wenig geholfen.“ Generell war Benz-Power Trumpf auf der Ile Notre Dame, denn hinter den Silbernen und Bottas im Williams holten auch noch dessen Teamkollege Felipe Massa (6.), Pastor Maldonado (Lotus, 7.) und Nico Hülkenberg (Force India, 8.) Punkte für das deutsche Aggregat.
Ferrari verschenkt mehr
Nachdem Sebastian Vettel nach einem verpatzten Qualifying von ganz hinten starten musste, ruhten alle Hoffnungen auf Kimi Räikkönen. Der Finne lag lange Zeit auf P3, doch nach seinem Reifenwechsel drehte er sich in der Haarnadelkurve und verlor einen Rang. „Es war genau dasselbe wie im letzten Jahr. Plötzlich kam ein Powerschub und der Wagen brach aus. Das ist sehr, sehr ärgerlich“, so der Iceman. Vettel wurde nach einer tollen Aufholjagd noch guter Fünfter. „Alles in allem bin ich zufrieden, aber natürlich wäre ich gerne weiter vorne losgefahren.“
Bullen-Debakel
Im Vorjahr stand Daniel Ricciardo noch als Überraschungssieger ganz oben auf dem Podium. Diese Saison war das Rennen in Montreal ein Desaster für beide Bullen-Ställe. Lediglich Daniil Kvyat konnte im Red Bull als Neunter Punkte einfahren. Sowohl Ricciardo (13.) als auch die beiden Toro Rosso Youngster Carlos Sainz jr. (12.) als auch Max Verstappen (15.) landeten jenseits der WM-Zähler. „Wir hatten mit dem Renault-Motor im Heck auf dieser Strecke einfach keine Chance. Nachdem es weder eine Safety-Car-Phase, noch Regen fiel, gab es für uns nichts zu holen“, gab sich Red Bull Motorsportdirektor Helmut Marko zerknirscht.
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