Bei der Neugestaltung des Red Bull-Ringes ließ der Betreiber kaum einen Stein auf dem anderen. Neben dem physischen Umbau der Anlage fiel die Benennung von Kurven nach Formel 1-Legenden dem Verkauf derselben an Sponsoren zum Opfer. Davon betroffen ist auch Niki Lauda, dem diese Vorgangsweise sauer aufstößt….
Kommerz vor Tradition
Der traditionsreiche Ring in Spielberg wurde 2003 von Red Bull demontiert und wieder völlig neu aufgebaut, sodass es heuer nach neunjähriger Pause zu einer Rückkehr der Formel 1 nach Österreich kommt. Damit einhergehend wurde aber auch die Kommerzialisierung der Rennstrecke vorangetrieben. Diese macht auch nicht vor nationalen Formel 1-Legenden halt.
Die ehemalige Niki Lauda-Kurve wurde nun in Pirelli umbenannt, was dem Dreifach-Champion sichtlich sauer aufstößt. Auch Gerhard Berger bekam dies zu spüren, seine Kurve heißt nun Würth. Niki Lauda empfindet dies alles als eine Frechheit.
„Ich bin ehrlich gesagt schockiert“, ärgerte sich Lauda gegenüber der Kleinen Zeitung. „Ich kann mir nur vorstellen, dass dies mit meiner Tätigkeit bei Mercedes zu tun hat. Wir fahren den Bullen ja dauernd davon.“
Gehts Rindt-Kurve an den Kragen ?
Die Jochen Rindt-Kurve hat als solche zu Ehren des posthumen Weltmeisters von 1970 noch überlebt, aber auch hier sucht die Betreibergesellschaft nach einem millionenschweren Sponsor. Korrespondent Gerald Pototschnig meinte: „Jede Kurve wird verkauft, wenn nur genügend Geld fließt.“
„Zur Strafe werden wir einen Doppelsieg auf dem Red Bull-Ring feiern“, sinnt Lauda auf Rache. „Die ganze Gemeinheit können sie nur gut machen, wenn wieder zwei Kurven nach mir benannt werden“, so der Champion gegenüber der Kleinen Zeitung.
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