Experten hatten bereits im Vorfeld prognostiziert, dass Mercedes beim GP von Spanien wieder zur gewohnten, starken Form zurückfinden wird. Was die Truppe der Silberpfeile jedoch noch viel mehr ermutigt, ist die Tatsache, dass der Vorsprung im Rennen auf Sebastian Vettel und Ferrari ein enorm großer war.
Von der 7. Runde (Re-Start nach Safety-Car) bis zu Vettels Boxenstopp in Runde 17 fuhr Hamilton 8,1 Sekunden auf seinen großen Rivalen heraus. Das entspricht durchschnittlich 0,7 Sekunden pro Runde, auf identischen Reifen. „Ferrari war über weite Strecken des Rennens eine halbe bis eine Sekunde langsamer. Damit hätte ich nicht gerechnet“, analysiert Hamilton.
Die Erklärung für die starke Performance in Barcelona sei laut Toto Wolff einfach: „Wir waren hier im Winter schon richtig gut. Die Strecke liegt uns, der Asphalt liegt uns, und wenn es kühl ist, sodass man die dicken Jacken auspacken muss, dann ist das auch ein Vorteil für uns.“
Die große Frage lautet nun, ob die alte Dominanz der Silberpfeile nach 4 schwierigen Rennen wiederhergestellt ist: „Ich hoffe es“, lächelt Wolff. Auch Hamilton hat ein gutes Gefühl: „Es ist natürlich zu früh für solche Ansagen. Aber ich hoffe schon, dass es ein kleiner Wendepunkt ist. Wir verstehen die Reifen mit jedem Rennen besser, was für alle enorm schwierig ist. Kann genauso gut passieren, dass wir nach Monaco kommen und wieder völlig im Dunkeln tappen. Aber wir verstehen das Auto insgesamt nach diesen fünf Rennen viel besser.“
Das wiederum hilft Hamilton dabei, fahrerisch mehr Leistung aus sich herauszuholen. Wolff erklärt: „Es geht darum, ein Auto zu haben, das tut, was du willst. Es geht um Vertrauen. Und Rennfahrer brauchen Ergebnisse, Podestplätze und Siege. Hoffentlich ist das jetzt der Anfang einer guten Phase.“
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