Mercedes-Motoren – volles Risiko 2018

Weiter volles Risiko statt auf Nummer sicher gehen – laut Mercedes-Chefingenieur ist ein Spagat zwischen Leistung und Zuverlässigkeit nötig um Ferrari und Red Bull weiterhin hinter sich zu halten.

Mercedes-Chefingenieur Phil Prew erklärt, dass sich im Jahr 2018 nichts an der Herangehensweise bei der Antriebsentwicklung von Mercedes ändern wird. Er meint, es wäre unmöglich, maximales Leistungsvermögen aus den V6-Hybridmotoren herauszukitzeln, ohne an die Grenzen der Belastbarkeit zu stoßen. Im Gespräch mit ‚Motorsport-Total.com‘ sagt er: „Wir werden immer auf Messers Schneide wandeln.“

Mercedes betrachtet dieses Vorgehen als notwendiges Übel um weiterhin Top-Resultate einzufahren. Zu groß ist die Angst vor einer verbesserten Red Bull-Mannschaft, auch Ferrari hat sich weit stärker präsentiert, als die letzten Jahre. Doch wer sich am Limit bewegt, muss damit rechnen, es zu überschreiten. Prew erklärt: „Es ist das Ziel, so viel Leistung herauszuholen, wie die Zuverlässigkeit des Antriebs zulässt. Den Motor runterzudrehen und so für Zuverlässigkeit zu sorgen ist simpel, aber wir wollen das nicht. So gewinnt man keine Titel.“

Mercedes hatte laut Statistik zwar das zuverlässigste Aggregat der Formel 1-Saison 2017, doch die jüngsten Regelverschärfungen, die nur noch 3 statt 4 Antriebsstränge pro Jahr erlauben, könnten das Werksteam, Force India und Williams unter Druck setzen.

 

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