Mayländer gibt Verstappen Tipps für Nürburgring

Bernd Mayländer ist ein großer Fan von Max Verstappens GT-Ausflügen und gab dem Niederländer im Vorfeld seine Erfahrungswerte weiter.

„Ich verfolge alles, was er am Nürburgring macht. Es ist großartig, dass ein Formel-1-Weltmeister an den 24 Stunden teilnimmt. Das ist gut für den Sport, die Fans und die Meisterschaft,“ so die FIA Safety Car Legende.

Mayländer fuhr Anfang der 2000er mehrere Saisonen in der DTM, machte sich aber vor allem mit P2 in der GT-Klasse 1999 bei den 24 Heures du Mans und dem Sieg bei den 24h am Nürburgring ein Jahr später einen Namen.

„Wir hatten im Jahr 2000 am Ring ein perfektes Team und ein perfektes Auto, aber in jeder Besprechung lautete die Botschaft immer gleich: Die Fahrer müssen mit dem Team zusammenarbeiten. Wenn man weiß, dass das Auto gut ist und die Geschwindigkeit stimmt, sollte man nur an die Zielflagge denken. Man sollte nicht zu viel riskieren.“

Daher warnte der Deutsche Verstappen vor der Unberechenbarkeit der Strecke und den Herausforderungen durch den Verkehr.

„Bei den Regeln und den Code-60-Situationen spielt immer auch etwas Glück eine Rolle. Da kann man sich schon mal eine Strafe einhandeln. Aber das Wichtigste ist: Bleib auf der Strecke. Der Verkehr war die wichtigste Lektion, die ich lernen musste. Drinnen nicht zu aggressiv fahren.“

Mit Blick auf vergangene Erfahrungen riet Mayländer, der sich 2000 das Cockpit eines Porsche 996 GT3 R mit Uwe Alzen, Michael Bartels und Altfrid Heger teilte, zu Vorsicht und Geduld.

„Wir hatten 2000 auch einen Fahrer, der sehr riskant fuhr. Wir mussten ihn wirklich bremsen und ihm sagen: ‚Hey, fahr vorsichtig.‘ Wir stehen zwar auf der Pole-Position, aber man muss nicht nach der ersten Kurve Erster sein. Das Rennen ist unglaublich lang. Wenn man nach der ersten Runde nicht führt, vielleicht in Runde 50. Diese Option besteht immer, solange man das Auto unbeschädigt lässt.“

Der 54-Jährige hob den Druck hervor, dem Verstappen aufgrund seines Rufs und der ihm zuteil werdenden Aufmerksamkeit ausgesetzt sein wird.

„Er wird im Rampenlicht stehen, vielleicht sogar nur er. Er setzt sich selbst unter Druck mit all dem, was er dort bereits gezeigt hat, und das ist fantastisch, aber ein 24-Stunden-Rennen ist wirklich sehr, sehr lang.“

„Es fahren dort so viele schnelle GT-Spezialisten. Ich will keine Namen nennen, aber es gibt Fahrer, die ihr ganzes Leben lang dort fahren. Ich hoffe, in vier Wochen selbst dort zu sein und zu sehen, was passiert. Es wird fantastisch.“

 

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