F1-Pensionist Helmut Marko hat das neue Formel-1-Regelwerk erneut kritisiert.
Der Steirer wies auf die Ursachen der Probleme hin und äußerte Hoffnung auf Lösungen, denn seiner Ansicht nach begannen die Schwierigkeiten mit der 50:50-Aufteilung zwischen Verbrennungsmotor und Elektromotor.
„Sicherlich wurden einige Aspekte übersehen, aber das Reglement wurde zu einem Zeitpunkt beschlossen, als man noch hoffte – oder zumindest die Ansicht vertrat –, dass Elektromobilität die einzige Lösung sei,“ so Marko.
Der ehemalige Red Bull Motorsportberater hob die veränderte Perspektive seit der Verabschiedung des Regelwerks hervor und verwies auf das Comeback des Verbrennungsmotors und die Entwicklung CO₂-freier Kraftstoffe.
„Das hat sich inzwischen deutlich verändert; der Verbrennungsmotor ist zurück, wir haben CO₂-freie Kraftstoffe, was bedeutet, dass aus Umweltsicht alles getan wurde.“
Marko wies zudem auf Sicherheitsbedenken hin und erwähnte den Zwischenfall von Oliver Bearman und Franco Colapinto beim Japan GP, bei dem ein erheblicher Geschwindigkeitsunterschied aufgrund von Energiegewinnung eine Gefahr darstellte.
„Da war auch noch die Situation mit Colapinto und Bearman. Er kam mit über 50 km/h zu hoher Geschwindigkeit in die Kurve.“
„Hinzu kommt, dass die Starts nicht einheitlich sind, was zu gefährlichen Situationen geführt hat. Aber es ist ein neues Reglement, geben wir ihm eine Chance, und ich denke, die meisten Entwicklungen werden im Softwarebereich stattfinden.“
Marko stimmte Lewis Hamiltons Einschätzung zu, dass das Energiemanagement 2026 entscheidend sein wird, kritisierte aber die Abkehr von traditionellen Rennwerten.
„Ich denke, Hamilton hat Recht, aber das entfernt uns von dem, wofür die Formel 1 steht: dass der schnellste Fahrer in einem guten oder dem besten Auto gewinnt.“
FIA verbietet MGU-K Trick von Mercedes und Red Bull
Ein vom Mercedes-AMG Petronas F1 Team und Oracle Red Bull Racing genutzter Trick, um sich am Ende einer Runde einen Geschwindigkeitsschub zu verschaffen, wurde von der FIA verboten.
Schumacher erwartet Tausch Verstappen gegen Piastri
Ralf Schumacher glaubt, dass McLaren Oscar Piastri gegen Max Verstappen tauschen könnte.