FIA verbietet MGU-K Trick von Mercedes und Red Bull

Ein vom Mercedes-AMG Petronas F1 Team und Oracle Red Bull Racing genutzter Trick, um sich am Ende einer Runde einen Geschwindigkeitsschub zu verschaffen, wurde von der FIA verboten.

Die beiden Hersteller hatten einen cleveren Weg gefunden, die vorgeschriebene Leistungsreduzierung zu umgehen, die auf den Geraden eingehalten werden muss.

Anstatt die Ladeleistung bis zur Ziellinie am Ende einer Qualifyingrunde schrittweise zu reduzieren – wo die Leistung um 50 kW/sec verringert werden muss – konnten sie so lange wie möglich mit maximaler Leistung fahren. Das führte zu einem kurzzeitigen Vorteil von 50 bis 100 kW gegenüber der Konkurrenz.

Auch wenn dieser Vorteil auf manchen Strecken nur Bruchteile einer Sekunde bringt, war er im Kampf um die Startplätze erstrebenswert.

Der von Mercedes und Red Bull genützte Softwaremodus zur Deaktivierung der MGU-K ist im Formel-1-Reglement als Ausnahme vermerkt, falls die MGU-K aus technischen Gründen abgeschaltet werden muss.

Die FIA hat nun in aktualisierten technischen Dokumenten, die an die Teams verschickt wurden, ​​klargestellt, dass die MGU-K ausschließlich im Notfall deaktiviert werden darf.

Die Konkurrenz beobachtete Mercedes und Red Bull erstmals in Australien bei dieser Vorgehensweise, doch die Angelegenheit spitzte sich beim Großen Preis von Japan Ende März zu, als einige unbeabsichtigte Folgen des Tricks ans Licht kamen.

Ferrari nahm daraufhin Kontakt mit der FIA auf, um die Angelegenheit zu klären. Obwohl man die Legalität des Tricks anerkannte, hatte man Bedenken hinsichtlich seiner Zulassung aufgrund der damit verbundenen Sicherheitsrisiken.

 

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