Marchionne droht mit dem Ausstieg anderer Teams

Die Zukunft der F1 ist bislang noch ungewiss, doch Ferrari versucht weiterhin gegen die geplanten Änderungen des Motorreglements vorzugehen.

Ferrari geht und andere werden folgen

Ferrari Boss Sergio Marchionne hat eine weitere Warnung abgefeuert, er meint, dass Ferrari auch weitere Teams zum Ausstieg bewegen könnte, sollten sich der Sport zu sehr in die Richtung von Nascar entwickeln. Schon zuvor hatte Ferrari gedroht die Formel 1 zu verlassen, sollten sich die Regeln nicht ändern, oder die neuen Regeln nicht in ihren Langzeitplan passen. Jetzt kurz vor Weihnachten betonte Marchionne in einem Interview in Maranello, dass Ferrari auch andere Teams zum Ausstieg bewegen könnte, sollten sich die Italiener aus der Königsklasse verabschieden. „Wir sind nicht daran interessiert, die gleichen einfachen und billigen Motoren zu produzieren wie bei Nascar. Wenn überhaupt, ist das wirkliche Problem, dass es kein Überholen gibt und die F1 braucht mehr aufregendere Rennen. Ansonsten wird Ferrari gehen. Wenn sie glauben, dass wir bluffen, dann spielen sie mit dem Feuer.“, erzählt Marchionne im Interview. „Ich glaube, Ferrari hat die Kraft auch andere zu einer alternativen Serie mitzunehmen.“, fügt er noch hinzu.

Ross Brawn ein Dorn im Auge

Neben den geplanten Motoränderungen ist Marchionne auch sehr über Ross Brawn verärgert. Brawn, der maßgeblich an der Entwicklung der neuen F1 beteiligt ist und der als Spitzenstratege der Formel 1 bekannt ist, soll laut Marchionne bei der traditionellen Formel 1 bleiben und keinen anderen Weg einschlagen. „Was mich am meisten stört ist, dass wir einen Mann mit Erfahrung wie Ross Brawn haben, der gegen die DNA der Formel 1 vorgeht. Autos mit denselben einfachen und billigen Motoren zu machen ist wie Nascar, das interessiert uns nicht. Wir müssen eine ausbalancierte Lösung für die Zukunft finden, die alle zufrieden stellt und ich glaube wir werden das rechtzeitig schaffen.“, fügt Marchionne weiter hinzu. Diese Aussagen beunruhigen vor allem die Formel 1 Bosse. Die sind nämlich daran interessiert Hersteller in die F1 zu holen und auch die jetzigen Motorenlieferanten in der F1 zu halten. Auch Fahrer haben ihre Bedenken über die Richtung, in die sich der Sport entwickelt, geäußert. Der Druck lastet nun auf Brawn und Liberty Media die Teams bei Laune zu halten.

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