Wenn die Formel 1 nach Brasilien kommt, ist die WM entweder noch unglaublich spannend oder bereits entschieden. Heuer ist der Ausgang schon geregelt. Warum sollte man sich den Grand Prix dennoch unbedingt anschauen?
Biegt Vettel die Silbernen?
Seit 1990 fährt man die Rennen wieder im Autodromo Carlos Pace in Sao Paulo, bei dessen aktuellem Streckenlayout auch der legendäre Ayrton Senna seine Finger im Spiel hatte. Das mit sieben Triumphen erfolgreichste Team der jüngeren Ära in Interlagos, McLaren, wird dieses Jahr bestimmt nicht um den Rennsieg mitfighten. Aber sehr wohl das zweiterfolgreichste – Ferrari (6). Sebastian Vettel hat bislang zweimal in Brasilien gewonnen, 2010 am Weg zum ersten WM-Titel und 2013 als er schon überlegen Champion war. „Ich mag die Strecke sehr. Das Layout ist sehr anspruchsvoll, die Fans ein Traum und die Rennen immer spannend.“ Apropos Champion – der regierende Titelträger Lewis Hamilton hat im Autodromo zwar eine Pole Position und drei schnellste Runden zu Buche stehen, aber für das oberste Treppchen hat es noch nie gereicht. „Interlagos ist noch ein weißer Fleck auf meiner Sieg-Landkarte. Eigentlich liegt mir die Strecke, aber bisher hat es noch nie zum Sieg gereicht. Das möchte dieses Jahr unbedingt ändern“, so die Kampfansage des Briten. Diese Suppe möchte ihm selbstredend Vorjahressieger und Teamkollege Nico Rosberg versalzen. „Ich liebe Brasilien und ganz besonders Interlagos. Die Achterbahn-Strecke ist unglaublich toll zu fahren und auch das Wetter bietet immer wieder Überraschungen. Nach meinem Sieg in Mexiko möchte ich hier gleich nachlegen! Ich bin ohne Druck und kann voll attackieren.“
Beim Thema Wetter fällt einem natürlich auch Red Bull Racing ein, denn die Renndosen sind bei Misch- und Regenverhältnissen aufgrund ihrer hervorragenden Aerodynamik Geheimfavoriten. „In Interlagos regnet es immer wieder einmal. Wenn es der Wettergott mit uns also gut meint, ist einiges möglich“ sinniert Danny Ricciardo und zeigt sein berühmtes schelmisches Grinsen. Der WM-Dritte von 2014, der im Vorjahr nach 41 Runden mit gebrochener Radaufhängung liegen blieb, denkt aber dieser Tage schon wesentlich weiter als nur bis zum Wochenende. Der Aussie wurde kürzlich von NASCAR Superstar Dale Earnhardt Jr. zu einer Testfahrt eingeladen und möchte diesen in der Sommerpause der Formel 1 kommende Saison wahrnehmen. Ricciardo kann sich sogar vorstellen „nach meiner Zeit in der Formel 1 in die USA zu ziehen und NASCAR zu fahren. Ich muss aber vorher viel üben, weil aktuell bin ich in so einer Blechbüchse wohl eher mies.“ Vorher möchte er aber noch in der Königsklasse zuschlagen und hat „das Gefühl, dass wir nächstes Jahr am Start stehen und konkurrenzfähig sein werden. Wir alle wollen dabei sein und je länger die Verhandlungen geht, desto zuversichtlicher bin ich geworden.“
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