Kimi kann’s noch!

Ferraris Nummer 2 Kimi Räikkönen holte sich nach 113 Rennen Pause den ersten Sieg und wahrte so die WM-Chancen seines Teamkollegen Sebastian Vettel

Kimi Räikkönen gewann den Grand Prix der USA vor Max Verstappen auf Red Bull und WM-Leader Lewis Hamilton, der somit noch auf den fünften Titel warten muss. Mit 21 Siegen ist Räikkönen nun der nach GP-Triumphen erfolgreichste Finne. Seit Australien 2013 stand der „Iceman“ nicht mehr ganz oben am Podium, doch in Austin zeigte er allen, was er noch draufhat. „Es war ein tolles Wochenende. Mein Start war perfekt, ich konnte dann gleich pushen. Am Ende waren meine Reifen nicht mehr fit, aber ich hatte noch genug Speed um Max hinter mir zu halten.“ Räikkönen zog am Start mit den weicheren Reifen an Polesetter Lewis Hamilton vorbei, hielt die Spitze lange und den Briten in Schach, womit er Stallgefährte Sebastian Vettel half aufzuholen. Vettel lieferte sich in der ersten Runde ein erbittertes Duell mit Daniel Ricciardo und drehte sich nach einem Wheel-Banging mit dem Australier. Nach Hamiltons zweitem Stopp, ging der Finne wieder an die Spitze und wehrte alle Angriffe ab.

Hamilton muss noch warten

Der Brite übernahm nach Räikkönens Reifenstopp die Führung, kam aber mit seiner Soft-Mischung nicht zurecht. Daher musste der Mercedes-Pilot nochmals an die Boxen, fuhr danach den 12 Sekunden Rückstand mit brillanten Rundenzeit wieder zu, kam aber nicht mehr an den beiden Vorderleuten vorbei. „Kimi hat keinen einzigen Fehler gemacht und verdient gewonnen. Auch Verstappen zeigte einen Superjob und ich kam nicht vorbei. Für die Zuschauer war es sicher toll und ich bin froh, dass wir noch aufs Podium gekommen sind“, gratulierte Hamilton.

Bullen sehr schnell

„Schon ein bisschen überraschend, nachdem ich von P18 losgefahren bin. Ich habe gleich von der ersten Runde an attackiert, schafften den Undercut gegen Valtteri (Bottas), in den letzten Runden brachen meine Reifen ein und ich war gegen Lewis absolut am Limit. Es war ein tolles Rennen und hat sehr viel Spaß gemacht“, strahlte Verstappen. „Diesmal bleibe ich hier,“ grinste der Niederländer nach dem Rennen im Cooldown Raum, nachdem er im Vorjahr noch nach der Zieldurchfahrt eine Strafe kassierte und so vom Stockerl fiel. Stallgefährte Daniel Ricciardo rollte auf Platz 4 liegend mit technischem Defekt aus.

Renault räumt ab

Mit den Plätze 6 durch Nico Hülkenberg und 7 durch Carlos Sainz sammelte Renault viele und ganz wichtige WM-Zähler im Duell mit Haas F1 um Rang 4 in der Konstrukteurswertung. Die Franzosen halten nun bei 20 Punkten Vorsprung auf Haas, die beim Heimspiel nur Kevin Magnussen in die Punkteränge brachten. Teamkollege Romain Grosjean war wieder einmal übermotiviert, krachte schon zu Rennbeginn in das Heck von Charles Leclerc, und musste wenig später seinen Dienstwagen abstellen. „Dass wir gerade beim Heimrennen unseres schärfsten Konkurrenten so gut abschneiden, ist natürlich etwas ganz Besonderes“, ließ Renault Teamboss Cyril Abiteboul wissen.

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