1982 kam es zwischen Leader Nelson Piquet und Nachzügler Eliseo Salazar zu einer denkwürdigen PrügeleiEine der wohl kuriosesten Szenen in der Formel 1 Geschichte spielte sich 1982 in der Ostkurve ab. Weltmeister Piquet ging mit halbvollen Tanks und weichen Reifen in den Grand Prix von Deutschland um für den zum Wohle des durstigen Turbo-Motors unvermeidlichen Boxenstop ausreichend Vorsprung herauszuarbeiten. Dazu war es nötig, ständig am Limit zu fahren und Ausnahmekönner Piquet schien die Strategie perfekt umzusetzen. Der Brasilianer hatte eine komfortable Führung, als nach nur 18 Runden Eliseo Salazar auf ATS zur Überrundung anstand.
Doch dann passierte es: In der Schikane der Ostkurve kam es zu einer von beiden durchaus vermeidbaren Kollision. Salazar sah nicht in den Rückspiegel und rammte den Brabham des Champions durch einen fahrlässigen Konzentrationsfehler. Beide Piloten waren aus dem Rennen und Piquet stürzte auf Salazar zu. Vor Millionen TV-Zuschauern prügelte er auf den Chilenen ein und ergänzte seine Fausthiebe noch durch Fußtritte, bis ein Streckenposten der zirkusreifen Vorstellung ein Ende setzte.
Nach dem Unfall war Nelson zu Fuß zu den Boxen unterwegs als ein Streckenshuttle anhielt um ihn mit zu nehmen. Doch im Wagen saß bereits Salazar und Piquet stürzte sich erneut auf den Unfallverursacher. Um die Raufbolde auseinander zu bekommen, stieg der Shuttle-Fahrer aus, doch Piquet schupfte ihn beiseite und fuhr im Van ohne die beiden davon. Interessanterweise kamen damals beide Fahrer ohne Strafen davon.
Zehn Jahre später berichtete ein BMW Ingenieur von damals Piquet, dass sein Motor wenige Runden später ohnehin den Geist aufgegeben hätte. Nelson lachte und meinte, sein Ausfall wäre die beste Werbung für BMW gewesen, um die Schmach des Motorschadens zu vertuschen. Wenig spatter griff er zum Hörer und rief Salazar an, um ihm die Story zu erzählen und sich zu entschuldigen…
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