Nach der Mercedes-Teamorder beim Großen Preis von Russland hagelte es Kritik und die Silberpfeile mussten sich den unangenehmen Fragen der Medien stellen. Doch ausgerechnet Ferrari-Pilot Sebastian Vettel hat Verständnis für die Aktion und verteidigt die Entscheidung von Mercedes.
„Es ist nicht fair und nett, den beiden diese schwierigen Fragen zu stellen“, sagte der drittplatzierte Vettel nach dem für ihn wohl entscheidenden Rückschlag im Kampf um die WM. Eine Stallorder sei „nicht das, was die Leute sehen wollen. Aber jeder versteht es. Das, was Mercedes getan hat, war in ihrer Situation eine Selbstverständlichkeit.“
Durch den Befehl des Teams an Valtteri Bottas, seinen Teamkollegen vorbei zu lassen, verlor Vettel weitere 7 WM-Punkte auf den Führenden Hamilton und liegt nunmehr 50 Punkte zurück. Dennoch kamen vom Deutschen keine Beschwerden über die Taktik der Silberpfeile. Ein Wink mit dem Zaunpfahl in Richtung Ferrari?
Eine solch deutliche Unterstützung durch den Teamkollegen, wie man sie bei Mercedes sieht, ist bei der Scuderia nicht erkennbar. Vettels Patzer sind ein Grund für den Rückstand, Taktik-Fehler ein anderer. Doch auch falsche politische Entscheidungen gehören dazu.
Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff verteidigte die Entscheidung des Teams nach dem Rennen: „Wenn am Saisonende fünf Punkte fehlen oder drei, dann bist du der größte Idiot des Planeten, wenn du Valtteris Einzelergebnis in Sotschi über die WM gestellt hast.“
Für Vettel, der nur noch auf mindestens eine „Nullrunde“ von Hamilton hoffen kann, zählen jetzt Siege mehr denn je. Die Rückendeckung, die der Brite von Bottas erhält, macht es nicht gerade einfacher. Bereits kommendes Wochenende geht der WM-Kampf mit dem Großen Preis von Japan weiter.
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