Horner: ‚Honda-Partnerschaft war eine eindeutige Entscheidung‘

Die mit Spannung erwartete Entscheidung über Red Bulls künftigen Motorenpartner wurde getroffen – am Dienstag wurde publik gemacht, dass das Team ab der kommenden Saison mit Honda-Antrieben arbeiten wird. Die Bullen nehmen nach 12 Jahren Abschied von Renault.

Es soll laut Teamchef Christian Horner der Start einer „neuen Ära“ sein, in der das Team weiterhin um Siege und WM-Titel kämpfen will. In einem Video-Interview begründet Horner den Wechsel und spricht von einer „ziemlich eindeutigen Entscheidung“, die allein aus technischen Gründen gefällt wurde.

Die Verantwortlichen um den Teamchef, Motorsportberater Helmut Marko und Technik-Genie Adrian Newey waren beeindruckt vom neuesten Update, das Honda beim vergangenen GP in Kanada dem Red-Bull-Schwesterteam Toro Rosso zur Verfügung gestellt hatte. Durch Anpassungen am Motor standen den Piloten Gasly und Hartley bis zu 27 PS mehr zur Verfügung. Auch die Fahrbarkeit und Zuverlässigkeit des Antriebs zeigten sich so, wie es man es sich bei Red Bull wünschte.

„Wir hatten den Vorteil, die Fortschritte, die Honda bei Toro Rosso erzielte, aus der ersten Reihe zu verfolgen und mit den Fortschritten unseres Antriebspartners vergleichen zu können“, erklärt Horner. Honda, in den letzten Jahren stets der Sündenbock für McLaren, stellt er ein gutes Zeugnis aus. „Ihre Fortschritte sind wirklich toll.“

„Honda geht in die richtige Richtung, verbessert sich kontinuierlich – sowohl hinsichtlich der Leistung als auch bei ihrer Zuverlässigkeit. Mit den Informationen, die wir in Montreal bekamen, war es am Ende eine relativ klare Entscheidung, die aus technischen Aspekten für Honda getroffen wurde“, offenbart der Teamchef.

Ob der Wechsel zum japanischen Hersteller, der seit dem Wiedereinstieg in die Formel 1 2015 die Erwartungen nicht erfüllen konnte, ein Risiko ist und Red Bull gegenüber Mercedes und Ferrari an Boden verlieren könnte, verneint Horner. „Wir sind fest entschlossen, den Abstand nach vorne zu verringern und der Antrieb spielt dabei eine wichtige Rolle. Honda hat die richtige Infrastruktur, die notwendigen Ressourcen, die technische Kapazitäten und die Entschlossenheit, um Ferrari und Mercedes anzugreifen“, ist der Brite überzeugt.

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