Hamilton: In Monaco haben wir eine Siegchance

Lewis Hamilton räumte ein, dass der Ferrari SF-26 in der frühen Phase der Formel-1-Saison 2026 im Vergleich zu Mercedes deutlich leistungsschwächer sei, zeigte sich aber zuversichtlich, dass Monaco der Scuderia eine echte Chance bieten könnte.

Nach einer sieglosen Saison 2025 legte Ferrari einen soliden Start in die Saison 2026 hin und fuhr in den ersten fünf Rennen vier Podiumsplätze ein. Hamilton stand zweimal am Stockerl, Teamkollege Charles Leclerc erreichte zwei dritte Plätze.

Trotz dieser Konstanz wartet Ferrari seit Carlos Sainz‘ Sieg in Mexiko 2024 weiterhin auf einen vollen Erfolg, während Mercedes bisher jedes Rennen dieser Saison für sich entscheiden konnte.

Hamiltons Bedenken hinsichtlich der Höchstgeschwindigkeit wurden in Kanada deutlich, wo er per Funk über mangelnde Leistung klagte, nachdem er mehr als zehn Sekunden hinter dem von der Pole-Position gestarteten Mercedes-Fahrer Kimi Antonelli ins Ziel kam.

„Wir mühen uns auf den Geraden ab, holen die Mercedes beim Bremsen wieder ein, und dann ziehen sie wieder davon. Es ist wirklich schwer. Selbst wenn man den Überholmodus aktiviert hat und innerhalb einer Sekunde aufholt, ziehen sie immer noch davon. So viel Power haben sie, und wir sind massiv im Nachteil,“ so der siebenfache Weltmeister.

Hamilton wies bereits beim zweiten Rennen in China auf den Unterschied in der Antriebsleistung hin und betonte den größeren Vorteil von Mercedes im Geradenmodus oder mit aktivierter Aerodynamik.

„Es scheint besonders dann so zu sein, wenn sie das ESM (Energiesystem Management) aktivieren – dann machen sie einen riesigen Schritt nach vorn. Was auch immer in dieser Phase passiert, wir müssen es unbedingt verstehen. Sie scheinen die ESM-Systeme etwas stärker einzusetzen, sodass die Leistung am Ende der Geraden weniger stark reduziert wird als bei manchen von uns. Wir müssen also daran arbeiten, wie wir noch mehr aus unserem Motor herausholen können.“

Trotz des Leistungsdefizits auf herkömmlichen Rennstrecken glaubt Hamilton, dass Monaco Ferraris Stärken entgegenkommt, da der Einfluss reiner Höchstleistung auf der Geraden geringer ist.

„Das ist die einzige Strecke im Kalender, auf der Motorleistung nicht alles ist. Es kommt definitiv auf die reine Autoperformance an und ich glaube, unser Auto könnte dort richtig stark sein.“

„Ich werde mich voll darauf konzentrieren, mit der gleichen Energie wie am vergangenen Wochenende (in Kanada) anzukommen und intensiv mit den Ingenieuren zu arbeiten, um sicherzustellen, dass wir das Auto ab dem ersten Training optimal positionieren.“

Der Brite äußerte zudem die Hoffnung, dass regulatorische Maßnahmen zur Unterstützung angeschlagener Motorenhersteller einen Weg zurück in den Kampf um die Spitze eröffnen könnten.

Das FIA-Programm „Additional Development and Upgrade Opportunities“ (ADUO) soll es berechtigten Herstellern, wie Ferrari, ermöglichen, Leistungslücken gemäß dem Reglement von 2026 zu schließen.

„Ich hoffe sehr, dass uns diese neue Regel (ADUO) die Möglichkeit gibt, unsere Leistung zu verbessern, damit wir wieder mit den anderen mithalten können. Monaco dürfte spannend werden.“

 

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