Lewis Hamilton äußerte sich skeptisch über die Sinnhaftigkeit des bevorstehenden FIA-Treffens, denn die Fahrer hätten aus seiner Sicht kaum Einfluss auf das Formel-1-Reglement.
„Ich erwarte mir nicht viel davon, aber ich hoffe natürlich auf einige größere Änderungen,“ so der Scuderia Ferrari HP Star.
„Was die Leistung angeht, sind wir alle stark vom Mercedes-Motor abhängig. Wir wissen aber nicht, woran es liegt – ob es nur ein größerer Turbolader ist, mehr Kurbelwellenleistung oder etwas anderes. Wir werden es erfahren.“
Hamilton ging weiter auf die Komplexität der Problemlösung ein und führte sie auf die internen Machtkämpfe in der Formel 1 zurück: „Zu viele Köche verderben den Brei. Und das haben wir auch in diesem Fall. Das führt meistens nicht zu einem guten Ergebnis.“
Wenig Hoffnung sieht der Brite für die Wünsche der Piloten, denn „wir Fahrer haben kein Mitspracherecht. Wir haben keinerlei Einfluss. Wir sind nicht im Komitee vertreten und haben kein Stimmrecht.“
Damit schlägt Hamilton in exakt dieselbe Kerbe wie schon seine Arbeitskollegen Max Verstappen, Lando Norris oder Carlos Sainz.
Eine radikale Möglichkeit wäre ein Streik der Fahrer, wie es ihn in der Formel 1 Geschichte schon öfter gab, z.B. beim Spanien GP 1975, beim Deutschland GP 1976 oder beim Südafrika GP 1982.
Bei Letzterem protestierten 29 von 30 Piloten unter der Führung von Niki Lauda und Didier Pironi gegen die neuen Superlizenz-Klauseln, die ihre Freiheit zum Teamwechsel einschränkten und den Verbänden mehr Kontrolle über ihre Verträge einräumten. Sie verbarrikadierten sich in einem Hotelballsaal und verweigerten die Teilnahme an den Rennen. Der Streik endete in einem Kompromiss.
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