Das HaasF1-Team sagt, man habe beim Grand Prix von Abu Dhabi einen Protest gegen die Rivalen von Force India eingelegt, damit im ewigen Streit um die Preisgelder endlich Gleichberechtigung entsteht.
Die Protestverhandlungen fanden am heutigen Freitag in Abu Dhabi statt, die Stewards beraten sich derzeit, um noch vor dem morgigen Qualifying eine Entscheidung bekannt geben zu können. Die genauen Details des Protests wurden nicht veröffentlicht, es wird jedoch davon ausgegangen, dass er mit dem Eigentümerwechsel von Force India im Sommer und letztendlich dem Anspruch auf Preisgeld zusammenhängt.
Nachdem Force India im Sommer der Insolvenz entkommen ist, ging das Team danach mit dem neuen Namen „Racing Point Force India“ an den Start. Sie nahmen auch in Kauf, dass dadurch alle bisher erreichten Punkte gestrichen wurden. Es wurde dem Team also erlaubt, mit dem selben Auto weiterzumachen und auch ihr Anspruch auf das „Column 1“-Preisgeld ging nicht verloren. Bei diesem Preisgeld geht es um einen Anteil an den F1-Einnahmen, auf welchen die F1-Teams erst Anspruch haben, sobald sie 2 der letzten 3 Konstrukteursmeisterschaften unter den Top 10 beendet haben.
Haas hat nun argumentiert, dass Racing Point Force India als neues Team den Anspruch auf das Column 1-Preisgeld verlieren hätte müssen, denn auch das amerikanische Team hat dieses Geld während der ersten 2 Jahre in der Königsklasse nicht erhalten. Teamchef Günther Steiner erklärte, dass Haas diesen Einwand bereits direkt nach dem „Neustart“ von Force India sowohl bei der FIA, als auch der F1 deponiert hat, dadurch, dass man jedoch nie eine klare Antwort erhalten habe, musste Haas beim letzten Rennen engültig Protest einlegen.
Steiner wollte am Freitagabend die Details des Einspruchs nicht bestätigen, sagte allerdings, das Ziel sei, „Gleichheit“ für die F1-Teams zu erreichen. Mit einem Ergebnis darf morgen, Samstag gerechnet werden.
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