Genugtuung in Mexiko

5184Nico Rosberg bewies all seinen Kritikern mit einem perfekten Rennen, dass er zu Recht im besten Wagen sitzen darf

Obwohl Nico zum vierten Mal in Serie auf der Pole stand, glaubten nur wenige an einen Erfolg des Deutschen, denn von seinen letzten Topstartplätzen konnte er keine Siege einfahren. Doch vor weit über 100.000 enthusiastischen Fans in Mexiko war der 30-Jährige eine Klasse für sich, hatte das Rennen immer im Griff und fand auf jede Attacke von Lewis Hamilton eine Antwort. „Es war ein Riesentag für mich und ein beinharter Fight mit Lewis. Die Siegerehrung in dem Baseballstadion war gigantisch, wie auch unser Wagen. Wir waren in einer eigenen Liga.“ „Nico ist ein tolles Rennen gefahren und daher hat es für mich heute nicht gereicht. Die Stimmung hier ist einmalig, wie beim Fußballmatch“, war Hamilton von der Atmosphäre beeindruckt.

vettel-crash-mexicoDoppelnull für die Scuderia

Ein Wochenende zum Vergessen gab’s für Ferrari: zunächst konnte Kimi Räikkönen nur von Startplatz 19 losfahren und Sebastian Vettel erlitt in Runde 1 im Duell mit Daniel Ricciardo einen Platten. Der „Iceman“ holte kontinuierlich auf und lag gut im Rennen, ehe es zur Neuauflage des Zweikampfs mit Valtteri Bottas kam. Doch Kimi ließ seinem finnischen Landsmann zu wenig Platz und flog mit gebrochener Aufhängung ab. Vettel stürmte ebenfalls durchs Feld, übertrieb es aber und rutschte sich seine Reifen bei einem Ausritt eckig. Bei der zweiten Aufholjagd drehte er sich wieder ins Aus, doch diesmal sorgte er für einen Totalschaden. „Heute war’s wohl nichts. Ich habe zwei Fehler gemacht und die wurden beinhart bestraft“, kommentierte Vettel die erste Doppelnull für die Roten seit Melbourne 2006.

Denni_Sallivan__tretiy_styuard_Gran_Pri_IspaniiDank an Sullivan

Großer Dank gebührt diesmal Driver-Steward Danny Sullivan. Der Ex-Tyrrell-Pilot hatte enormen Anteil daran, dass es seit langer Zeit keine sinnlosen Bestrafungen der Piloten gab. Sowohl das Duell zwischen Vettel und Ricciardo in der Startphase als auch der Rad-an-Rad-Fight von Räikkönen mit Bottas waren hart und verbissen geführt, aber beide Manöver waren normale Rennzwischenfälle. Ebenso wurde Carlos Saiz jr. für sein spätes und taktisch kluges Vorbeilassen von Sergio Perez nach seinem Ausritt nicht bestraft. So darf’s weitergehen!

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