F1: London GP im Gespräch

Die Formel 1 will in Zukunft gleich zweimal in Großbritannien gastieren, daher ist ein Grand Prix im Herzen Londons im Gespräch.

Der Silverstone Grand Prix ist nach langen Verhandlungen endlich für fünf weitere Jahre fix im Rennkalender der Formel 1 verankert. Allerdings könnte dies in Zukunft nicht das einzige Rennen in Großbritannien sein, denn Berichten zufolge, ist Liberty Media auch an einem Stadtrennen in London interessiert. Der CEO Chase Carey bestätigte, dass die Gespräche dafür noch andauern: „Wir haben an vielen Orten Interesse. Es wird berichtet, dass wir Gespräche mit London führen, und ich freue mich darauf, diese Gespräche fortzusetzen.“

„Es wäre eine andere Erfahrung und wir werden sehen, wohin uns diese führt.“, meint Carey. „Aber kurzfristig arbeiten wir mit unseren Partnern in Silverstone zusammen und sorgen dafür, dass wir weiter ausbauen.“ Würde man in London einen weiteren Grand Prix abhalten, dann wäre das auch für Silverstone in gewisser Hinsicht eine Bedrohung.

Der Vorsitzende des British Racing Drivers‘ Club John Grant erklärt hingegen, dass man ein weiteres Rennen in London begrüßen würde. Man ist sich allerdings der Gefahr bewusst, die ein solches Rennen mit sich bringt. „Wir verstehen den Wunsch der Formel 1 nach Stadtrennen, und ehrlich gesagt, wenn dies ein neues Publikum in die Formel 1 bringt, finde ich das im Allgemeinen eine gute Sache.“, meint Grant. „Wir lehnen diese Intention nicht ab, wir unterstützen sie. Natürlich sind wir besorgt über die kommerzielle Bedrohung, dass wir eine Konkurrenzveranstaltung direkt vor unserer Haustüre haben, und deshalb haben wir mit unseren Freunden in der Formel 1 eine sehr aufrichtige und offene Diskussion geführt.“

Die Diskussion scheint zufriedenstellend gelaufen zu sein, denn Grant berichtet von Vereinbarungen, die die Interessen schützen. „Wir glauben, dass die beiden Rennen nebeneinander existieren können, solange sie zeitlich voneinander getrennt sind und unsere kommerziellen Interessen auf eine recht flexible Art und Weise anerkannt werden.“, schließt Grant.

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