F1 in Silverstone: Zukunft weiterhin ungewiss

Die Verantwortlichen der Strecke steigen nicht von der Forderung herab, einen besseren Deal mit Liberty Media zu bekommen.

Die langfristige Zukunft des Formel-1-Grand Prix von Großbritannien steht noch in den Sternen. Im vergangenen Jahr haben die Verantwortlichen des Silverstone Circuit aus finanziellen Gründen eine Opt-out-Klausel in dem Vertrag mit Liberty Media ausgelöst. Das bedeutet, dass es nach der Saison 2019 keinen Vertrag für ein Rennen in Silverstone gibt. 

“Wir hatten ein Business, das ausschließlich vom Grand Prix finanziert wurde”, sagte Silverstone-Geschäftsführer Stuart Pringle. Er erklärte, dass Silverstone sich jetzt einer solideren finanziellen Basis zuwenden wolle. “Wir haben das Vertauen, zu sagen, ‘Wir wollen den Grand Prix behalten, aber nicht um jeden Preis’. Wir werden ein breiteres und vielfältigeres Business haben, das ohne ihn [F1-Grand Prix] überleben kann. Aber wir hätten lieber ein Business mit ihm.”

Auf die Thematik angesprochen, sagte F1-Boss Chase Carey, dass die Formel 1 eine Sportart sei, die europäische Wurzeln hat und diese Rennen weiterhin beibehalten wolle. “Aber wir wollen auch frischen Wind rein bringen”, ergänzte Carey. “Wir glauben, dass es wichtig ist, an einige Orte zu gehen, an denen die Phantasie der Menschen neu ist.”

Das könnte eine Anspielung auf einen Grand Prix in London sein. F1-Commercial-Boss Sean Bratches offenbarte bereits, dass ein Straßenkurs in der britischen Hauptstadt denkbar wäre. “Wenn es eine Gelegenheit gäbe, auf den berühmten Straßen von London zu fahren, wäre das ideal für Formel-1-Fans auf der ganzen Welt”, sagte Bratches.