Der kanadische Grand Prix in Montreal endete für das Team Lotus ohne Zielankunft. Während Maldonado mit Problemen bei seiner Power Unit kämpfte, war Grosjeans Heckflügel beschädigt…
Leistungsverlust bei Maldonado
Wie auch im Qualifying verlor der Venezolaner aus unerklärlichen Gründen Leistung. Er war mit seinem Auto anfangs sogar überraschend zufrieden, da die Geschwindigkeit des E22 recht gut war. Maldonado war auf einer Ein-Stopp-Strategie unterwegs, die gegenüber den Teams mit einer Zwei-Stopp-Strategie durchaus Vorteile haben hätte können.
Auch bei Grosjean lief das Rennen nicht nach Wunsch. Sein Heckflügel war gebrochen, sodass es sicherer war, das Rennen vorzeitig zu beenden. Der Sieg eines Autos mit einem Renault-Motor macht dem Team aber Mut für die weitere Saison. „Gratulation an Daniel für seinen Sieg“, meinte Grosjean. „Er gewann auf einem Kurs, wo man Autos mit Renault-Motor nicht unbedingt zu den Favoriten zählte.“
Technikabteilung enttäuscht
Der stellvertretende Teamchef Federico Gastaldi und Technikchef Alan Permane waren naturgemäß mit dem Doppelausfall nicht zufrieden. „Wir gratulieren natürlich Daniel zu seinem ersten Grand Prix-Sieg“, meinte Gastaldi. „Maldonado war auf einer sehr guten Strategie unterwegs, sodass er durchaus in den Punkten hätte landen können. Die anstehenden Probleme müssen unbedingt unterbunden werden und bis zum Grand Prix von Österreich haben wir noch einige arbeitsreiche Wochen vor uns.“
Auch Technikchef Permane hatte mit der Performance seines Teams wenig Freude. Vor allem die anhaltenden Probleme mit den Renault-Motoren machen ihm zu schaffen.
Auch Renaults Simon Rebreyend war ob der Schwierigkeiten im Rennen ernüchtert. „Bei Pastor hatten wir schon in der Einführungsrunde Probleme, konnten aber im Fehlermodus nahezu normal fahren“, seufzt er. „Die Schwierigkeiten im Energiemanagement brachten uns zur Aufgabe. Der Heckflügelbruch von Romain ist eine wirkliche Schande, wir hätten sonst Punkte machen können.“
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