Die stellvertretende Teamchefin Claire Williams glaubt, dass in der Formel 1 eine finanzielle Beschränkung fehlt und diese müsse eingeführt werden, um den Sport zu schützen.
Schon beim Wintertest in Barcelona wurde schnell klar, dass Williams ein Befürworter der Budgetbeschränkung ist. Für sie ist eine finanzielle Beschränkung die einzige Möglichkeit ein wettbewerbsfähiges Grid zu gewährleisten und daher müsse eine solche Maßnahme sofort in Betracht gezogen werden. „Ich denke, dass die Fans unseres Sports ein viel wettbewerbsfähigeres Grid sehen wollen. Und das kann nur das Ergebnis eines finanziell ausgeglicheneren Sports sein. Das ist jedermanns Verantwortung auf dem Tisch. Um dies zu tun, sind wir der Meinung, dass finanzielle Restriktionen für das Jahr 2021 und darüber hinaus ins Spiel kommen müssen.“, sagt Claire Williams.
In der Formel 1 wird es zusehends schwieriger konkurrenzfähig zu sein. Die Siege der letzten Saison teilten sich nur drei Teams, nämlich Mercedes, Ferrari und Red Bull. Seit 2004 hat Williams nur einen Renn-Sieg geholt, als im Jahr 2012 Pastor Maldonado in Spanien triumphierte.
Williams unterließ es jedoch zu sagen, wen sie an der Spitze der Einführung einer solchen Beschränkung sieht. Stattdessen sagte sie, dass die Teams jede Politik beiseitelassen sollten und den Sport über sich selbst stellen sollen. „Ich bin froh, dass ich nicht verantwortlich bin, aber ich bin mir sicher, dass jeder das Beste für den Sport im Herzen hat und nicht den eigenen Gewinn und Nutzen. Wenn die Menschen zusammenarbeiten, spielt es dann eine Rolle, ob die Verantwortung bei der FIA oder bei Liberty liegt? Ich denke, es ist jedermanns Verantwortung, an den Tisch zu kommen und über die Zukunft des Sports zu sprechen.“, fügt Williams hinzu.
Williams gehört zu den wenigen unabhängigen Teams im Starterfeld, die ausschließlich als Rennteam agieren. Das heißt, dass sie im Gegensatz zu Ferrari und Mercedes keine Möglichkeit haben, durch eine zusätzliche Einnahmequelle die Lücke im Budget auszugleichen. Dies wiederum fördert nur die Haushaltslücke zwischen den größeren und den kleineren Teams und schafft somit einen nicht nachhaltigen Trend für die Zukunft. „Ich habe immer gesagt, dass 300 Millionen Pfund pro Jahr eine beängstigende Menge Geld ist, nur um zwei Rennwagen an den Start zu bringen. Für unabhängige Teams ist das sicherlich nicht nachhaltig.“, sagt Williams.
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