Gestern wurde der Wechsel von Kimi Räikkönen zu Alfa Romeo Sauber bestätigt – für viele kommt die Nachricht zwar nicht überraschend, der Zeitpunkt für diese Entscheidung – mitten im Kampf um den WM-Titel – scheint jedoch eher unglücklich gewählt.
Für den RTL-Experten Christian Danner ist der Zeitpunkt des Wechsels von Räikkönen ein klarer Nachteil für dessen Teamkollegen Sebastian Vettel im Kampf um den Fahrertitel. Er findet, die Entscheidung sei zwar grundsätzlich nachvollziehbar, aber „nicht sehr clever“. Obwohl der Wechsel erst nächstes Jahr stattfindet, bringe er „Unruhe ins Team“, befürchtet Danner.
„Die WM zu gewinnen ist schwierig genug gegen einen Hamilton, der immer seinen Wingman Bottas an seiner Seite hat. Das ist nicht sehr klug von Ferrari mit Blick auf den Kampf um die WM“, so der Deutsche.
Für den 38-jährigen Finnen gäbe es ab jetzt keinen Grund mehr, den „Wingman“ für Vettel zu spielen und die Interessen des Teams in den Vordergrund zu stellen. Christian Danner glaubt: „Kimi wird sicherlich keinen Blödsinn machen, aber richtig unterstützen wird er ihn nicht. Denn wir müssen immer bedenken, Kimi würde gerne noch ein, zwei Rennen gewinnen und das wird ihm bei Sauber nicht gelingen. Und wenn er gewinnt, gewinnt Vettel nicht. Das ist im Kampf um die WM entscheidend.“
Der „Sky“-Experte Martin Brundle ist hingegen anderer Meinung. Er sieht den Wechsel zumindest langfristig als richtige Entscheidung. „Räikkönen hat in den letzten Jahren rund 60 Prozent von Vettels Punkten geholt. Wenn Ferrari die WM holen will, braucht es mehr. Der Wechsel wird Vettel neue Energie geben. Und er wird auch dem Team neue Energie geben“, so Brundle.
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