Brown zufrieden mit Vandoorne

Es war die erste Saison des Belgiers Stoffel Vandoorne in der Formel 1 und Zak Brown, der Renndirektor bei McLaren, verteidigt seinen Schützling.

Es war das erste Jahr für Stoffel Vandoorne in der Formel 1 und der Belgier schlug sich laut Renndirektor Zak Brown gar nicht mal so schlecht. Vandoorne, der 2015 zum GP2 Champion gekürt wurde, fuhr die Saison an der Seite von Fernando Alonso in einem angeschlagenen McLaren-Honda. Im Qualifying Duell musste sich der Belgier dem Spanier geschlagen geben, denn nur drei Mal konnte Vandoorne seinen Teamkollegen ausstechen und auch im Rennen lief es nicht besser. Die ersten Punkte erzielte Vandoorne beim 11. Rennen in Ungarn, doch Stoffel war von Anfang an im Nachteil mit seinem Auto.

„Es war ein sehr schwerer Start für ihn mit unseren Zuverlässigkeitsproblemen. Er ist ein Rookie und er fuhr auf mehreren Strecken zum ersten Mal.“, erzählt Brown gegenüber GPUpdate.net. „Fernando hat einen Vorteil von 15 oder 16 Jahren, wenn es also ein Problem gab und es hieß ‚du hast fünf Runden um das zu tun’, dann konnte er aus den 15 Jahren Erfahrung schöpfen.“, fügt er hinzu. Brown weiß auch, dass ein enormer Druck auf dem Rookie Vandoorne lastete, so wie er im Interview erzählt: „Stoffel hat einige Sessions verpasst, wenn man noch nie zuvor auf der Strecke war und man nur 5 Runden Zeit hat um etwas zu tun, und auch noch der Teamkollege einer der besten Fahrer der Welt ist. Wenn man sich die Umstände ansieht und unter welchem Druck er stand, dann war seine Einstellung echt hervorragend, und er wird auch immer schneller, jetzt ist er schon sehr nah an Fernando dran.“

Doch auch in Bezug auf neue Teile und Upgrades musste sich Stoffel Vandoorne immer hintenanstellen, denn sein Teamkollege erhielt die höchste Priorität, wenn es darum ging, ein Upgrade zu bekommen. „Sie haben nicht immer das gleiche Equipment erhalten. Wir lassen beide Autos gleich laufen, aber es gab Zeiten, da wir nur ein Entwicklungsteil zur Verfügung hatten und in 9 von 10 Fällen bekommt es der erfahrenere Fahrer. Es gab einige Rennen, wo die Lücke größer schien als sie war, aber das war mehr Auto-verschuldet als Fahrer-verschuldet, ich bin also sehr zufrieden mit ihm.“, gibt Brown zu.

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