Briatore: Werden keine Topnamen holen, sondern sie selbst aufbauen

Flavio Briatore betonte, dass Alpine keine prominente Persönlichkeit für sein Technikteam verpflichten werde, sondern sich darauf verlässt, dass man seit jeher solche Persönlichkeiten hervorgebracht hat.

„Für uns geht es darum, die technische Seite zu festigen, denn jetzt haben wir den Motor und müssen die Qualität unserer Technologie im Team verbessern“, sagte Briatore gegenüber ausgewählten Medienvertretern, darunter Formelaustria.at

Der Alpine F1 Team Boss unterstrich, dass „als ich zu Alpine kam, die Situation ziemlich schlecht war. Wir verloren damals viele Mitarbeiter, das Management wechselte jedes Jahr, und es gab keinerlei Kontinuität.“

„Man muss bei einem Team immer eine starke technische Basis aufbauen und beim Personal für Kontinuität sorgen. Es reicht nicht, sich nur in einem Bereich zu verbessern. Man muss alles verbessern, wenn man gewinnen will,“ so der Italiener weiter.

Der ehemalige Teamchef von Michael Schumacher und Fernando Alonso sieht Alpine als „noch nicht so weit. Wir müssen arbeiten, insbesondere an der Umstrukturierung unserer Plattform, und das braucht Zeit. Wir brauchen jemanden mit Erfahrung. Wir sind auf der Suche, aber es ist nicht einfach.“

Dennoch merkte er an, dass wir „mehr als eine Person mit hohem Bekanntheitsgrad jemanden mit Kompetenz brauchen, denn viel Bekanntheitsgrad allein bringt nichts.“

Als Negativbeispiel führte Briatore das Aston Martin Aramco Formula One Team an: „Jeder weiß, dass Aston Martin die beste technische Expertise der Welt hat. Lawrence Stroll hat beim Aufbau des Werks und vielem mehr Unglaubliches geleistet, aber die Ergebnisse sind nicht da.“

„Deshalb werden wir in meinem Team niemals eine absolute Top-Persönlichkeit einstellen. Wir haben mit Ross Brawn, Bob Bell, Pat Symonds und James Allison solche Leute immer selbst geschaffen. Wir haben immer einen Weg gefunden mit jungen Leuten und mit der bestehenden Struktur zu arbeiten.“

„Als ich anfing, waren 1.300 Leute im Team, jetzt sind wir nur noch 900, weil ich vorher 400 Leute hatte, die nichts mit uns zu tun hatten. Wenn man also über die Unternehmensstruktur spricht, folgt man einem bestimmten Prozess.“

Derartige Prozesse brauchen laut Briatore „ein bisschen Zeit. Das sind keine zehn Jahre, sondern zwei oder drei. Das ist genauso wie damals, als ich zu Benetton kam, und genauso wie damals bei Renault. Am Anfang ist es sehr schmerzhaft, aber jetzt sehen wir, wohin die Reise geht.“

 

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