Mercedes Technikchef erwartet weitere Leistungssteigerung

Mercedes geht mit einer starken WM-Position in die zweite Saisonhälfte 2026, doch James Allison kündigt weitere Leistungssteigerungen an.

Trotz des Erfolgs des Mercedes-AMG Petronas F1 Teams ist Technikchef Allison der Ansicht, dass man angesichts der Konkurrenzfähigkeit des W17 in der ersten Saisonhälfte Punkte liegen gelassen hat.

„Hätte uns jemand diese Position vor Saisonbeginn angeboten, hätte ich sofort zugesagt. Angesichts der Wettbewerbsfähigkeit unseres diesjährigen Autos hätten wir jedoch meiner Meinung nach mehr Punkte holen müssen.“

Allison erklärte, dass die Entwicklung des W17 anfangs maßgeblich von Mercedes High Performance Powertrains (HPP) geprägt war.

„Das Motorenreglement wurde lange vor dem Chassis-Reglement festgelegt, daher beginnt die Geschichte eigentlich bei HPP.“

Die relative Unreife des neuen Reglements hat zudem einen außergewöhnlichen Entwicklungswettlauf ausgelöst. Allison gab bekannt, dass die aerodynamischen Fortschritte deutlich schneller sind als 2025.

„Die im Windkanal gemessene Verbesserungsrate ist etwa sechs- bis siebenmal höher als in der letzten Saison, also rund eine halbe Sekunde alle zwei Monate.“

Mercedes muss nun entscheiden, wie lange die Weiterentwicklung des W17 fortgesetzt werden soll, bevor die Ressourcen auf 2027 konzentriert werden.

„Wenn man zu früh aufhört und die Konkurrenz weiterhin an Leistung gewinnt, kann der letzte Teil der Saison sehr unangenehm werden.“

„Ein einziger Ausfall kann einen 10, 15 oder 20 Punkte an einem einzigen Nachmittag kosten.“

Mercedes wird sich daher im Titelkampf nicht nur auf Leistungssteigerungen konzentrieren, sondern auch auf die Minimierung von Zuverlässigkeitsproblemen und Bedienungsfehlern.

 

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